Wie mache ich gute Produktfotos?

Den Erfolg von Online-Shops machen zum Löwenanteil aussagekräftige Fotos aus, denn nur über die Fotos kann sich der Käufer im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von Deinem Produkt machen. Es ist daher wichtig, dass Du nicht nur viel Mühe in die Herstellung Deiner Artikel investierst, sondern auch in Deine Fotos!
Viele Verkäufer unterliegen dem Irrglauben, dass ohne teures Foto-Equipment auch keine guten Fotos möglich sind. Dem ist nicht so! Wir haben für Dich ein paar Tipps und Ratschläge zusammengefasst, die Dir bei der Umsetzung für ein perfektes Bild helfen.

Ergänzend dazu kannst Du Dir auch gerne die Fotoschule, die in Zusammenarbeit mit unserem Partner Canon Academy und Mary vom DaWanda-Shop fotomädchen entstanden ist, anschauen. Wir haben vier tolle Videos produziert, in denen wir Dir die Grundlagen der Produktfotografie zeigen.
>>Canon Academy

Schmuck

Unterstützung findest Du auch in der großen Foto-Blogreihe „Das perfekte Foto“, die wir im DaWanda Blog veröffentlicht haben. Dort erhältst Du zum Beispiel Informationen zu der Wahl Deiner Kamera, wie Du Hintergründe gestalten kannst und technischen Feinheiten der Bildbearbeitung.

Hier geht es zu den einzelnen Kapiteln:


Das perfekte Foto: Welche Kamera ist die richtige?
Das perfekte Foto: Welche Ausrüstung ist wichtig?
Das perfekte Foto: Fotobox selber bauen!
Das perfekte Foto: Richtig beleuchten!
Das perfekte Foto: Schmuckfotos – So macht’s goldschmiedeberlin!
Das perfekte Foto: Die passenden Kameraeinstellungen wählen!
Das perfekte Foto: Modefotos – So macht’s Bonnie & Buttermilk
Das perfekte Foto: Bilder bearbeiten

Mindestbildgröße


Achte darauf, dass Deine Bilder eine Mindestbreite von 628 Pixeln vorweisen und in den Formaten JPG, JPEG oder PNG vorliegen. Wir empfehlen jedoch mindestens 1600px Breite, damit zukünftig auch eine Zoomfunktion für Deine Käufer angeboten werden kann. Die Höhe Deiner Bilder ist hierbei nicht entscheidend – Hauptsache, Du hältst diese Breitenangabe ein. Sonst wird Dein Produktfoto unter Umständen verpixelt dargestellt und Deine Kunden erkennen nicht richtig, was Du anbietest.

Bilddetail

Hintergrund


Das Produkt sollte klar erkennbar sein, ein einfacher, neutraler, heller, einfarbiger Hintergrund ist daher wichtig. Gemusterte, gemaserte, unruhig strukturierte Hintergründe können hingegen vom Produkt ablenken und die Qualität des Gesamteindruckes herabsetzen. Bitte fotografiere Dein Produkt daher nicht vor gemusterten Tapeten, Türen oder gar auf dem Fußboden liegend.
Professionelle Produktfotografen nutzen spezielle Fotohintergründe mit Verlauf. Den gleichen Effekt kann man auch mit einem Papierbogen, bzw. einer Papierbahn erzeugen. Gerade bei kleinen Gegenständen genügt oft ein Bogen weißen oder beigen Papiers. Möchtest Du Stoff fotografieren, achte darauf, dass keine Knitterfalten oder Falzknicke zu sehen sind.
Hält man einen neutralen Papierhintergrund für zu langweilig, so muss man nicht gänzlich auf aufregende Hintergründe verzichten. Experimentieren schadet nicht! Farbige Oberteile, Röcke und ähnliches können sich auch als Hintergründe für kleine Gegenstände wie Schmuckstücke eignen, wenn sie nicht zu sehr vom Produkt ablenken. Dennoch sollte die Farbgebung harmonisch sein: Es ist wichtig, dass das Produkt und der Hintergrund farblich nicht in einander übergehen. Achte auf einen ausreichenden Farbkontrast zum Objekt, damit das Foto kräftig und lebendig wirkt.

Lass Dich auch von den Produktfotos von anderen DaWanda-Verkäufern inspirieren. In unserem Trend Report zum Beispiel findest Du viele gute Beispiele, wie Produktfotos komponiert sein müssen, damit sie Kunden ansprechen.

Accessoire Living

Beleuchtung


Wenn man mit einer Digitalkamera fotografiert, können schwierige Lichtverhältnisse schnell zu einem großen Problem werden. Bei ungünstiger Beleuchtung liefert die automatische Farbeinstellung der Digitalkamera selten gute Ergebnisse. In jeder Gebrauchsanleitung kann nachgelesen werden, wie man die Farbeinstellung ändern kann. Das ist die einfachste Methode, um mit Lichtproblemen klarzukommen. In wenigen Sekunden kann eingestellt werden, ob gerade bei Tageslicht, im Schatten, bei bewölktem Himmel oder bei Kunstlicht fotografiert wird.
Fotos, die bei automatischer Farbeinstellung und schlechten Lichtverhältnissen entstehen, haben oft einen roten, grünen oder blauen Farbstich. Dies lässt sich vermeiden, wenn man die Farbeinstellung (den so genannten Weißabgleich) manuell regelt. Ein manueller Weißabgleich ermöglicht die richtige Farbwiedergabe.
Bei Tageslicht zu fotografieren ist objektiv betrachtet am allerbesten. Da jedoch nicht stets dasselbe Wetter herrscht, ist es schwierig, allen Bildern dieselben Lichtverhältnisse zu geben. Doch gerade dies sorgt für einen einheitlichen Look im Shop! Arbeite daher ruhig mit Kunstlicht.

In jeder Wohnung finden sich genügend Lampen (Schreibtischlampen, Stehlampen, etc.), die genutzt werden können, um das Produkt gleichmäßig von allen Seiten auszuleuchten, sodass keine harten Schatten entstehen. Beim Beleuchten mit einer Lampe kann das Licht jedoch zu grell sein und das Foto wird überbelichtet. Das harte Lampenlicht kann man problemlos weicher machen. Es reicht aus, Butterbrotpapier (oder Transparentpapier, Diffusionsfolie und ähnliches) an eine Lampe zu klemmen.
Den Blitz an Deiner Kamera solltest Du lieber meiden, wenn Du kein Profi bist. In unserer Foto-Blogreihe „Das perfekte Foto“ im Teil „Das perfekte Foto: Richtig beleuchten“ im DaWanda Blog kannst Du nachlesen, wie Du Dein Produkt so ausleuchtest, dass mit Blitz fotografieren unnötig ist. Dadurch vermeidest Du unschöne Schlagschatten und unregelmäßige, oft überweiße Farben.

Schlagschatten

Perspektive


Viele Verkäufer wählen beim Fotografieren die Frontalansicht ihrer Produkte. Solche Bilder sind in den seltensten Fällen ansprechend. Experimentiere, um die Perspektive zu finden, die Dein Produkt authentisch erscheinen lässt. Generell sollte man das Produkt nie frontal abbilden. Ein leichter Winkel von 45° ist optimal. Zeige es auch in seinen Anwendungsmöglichkeiten, nutze Models oder andere Gegenstände, um es zu präsentieren. Achte jedoch darauf, dass das Stilleben nicht zu wuselig und unübersichtlich wirkt. Je klarer das Produkt im Vordergrund steht, desto besser.
Bei DaWanda kannst Du insgesamt vier Fotos von jedem Produkt hochladen. Nutze diese Möglichkeit! Fotografiere Dein Produkt aus mehreren Perspektiven. Mit zusätzlichen Fotos kannst Du die Unsicherheiten der Käufer beseitigen. Du kannst beispielsweise auch einzelne Details separat fotografieren, um den Käufer von Deinem Produkt zu überzeugen.

Perspektive

Bildbearbeitung


Bildbearbeitungsprogramme sind häufig in die Software der Digitalkamera oder des Druckers integriert. Unzählige andere kostenlose Programme kann man aber auch im Internet finden. Diese sind im Vergleich zu kostenpflichtigen Bildbearbeitungsprogrammen recht einfach, nichtsdestotrotz kann man dank ihnen seinen Fotos den letzten Schliff verpassen.
Durch eine Veränderung von Kontrast, Farbsättigung oder Helligkeit kannst Du jedes Bild optimieren. Es empfiehlt sich immer, ein Bild nach der Aufnahme wenigstens in der Helligkeit zu verändern.

Fotografieren kleinster Produkte bereitet oft Schwierigkeiten, da viele Digitalkameras im Nahbereich unscharf abbilden. Damit das Bild scharf wird, muss ein bestimmter Mindestabstand eingehalten werden. Gute Ergebnisse erzielt man, wenn man den Mindestabstand einhält und nachträglich mit einer Bildbearbeitungssoftware das Foto auf eine bestimmte Größe zuschneidet. Achte unbedingt darauf, dass Deine Fotos scharf sind, bzw. dass die richtigen Details scharfgestellt wurden. In der Foto-Blogreihe „Das perfekte Foto“ geben wir Dir im Artikel „Das perfekte Foto: Bilder bearbeiten“ Tipps zur Nachbearbeitung Deiner Produktfotos.

Mode


Ungewöhnliche Schnitte und ausgefallener Faltenwurf der Kleider kommen besser zur Geltung, wenn sie von Models präsentiert werden. Solche Fotos erhöhen die Chance etwas zu verkaufen. Familienangehörige, Freunde und Bekannte lassen sich sicher gerne für Fotoshootings überreden! Traue Dich, sie darauf anzusprechen! Im Notfall kannst Du natürlich auch auf Schneiderpuppen zurückgreifen. Auf keinen Fall sollte Kleidung jedoch ausschließlich auf dem Boden liegend oder am Bügel hängend fotografiert werden, da es für die Käufer erschwert wird sich vorzustellen, wie der Schnitt fällt oder an ihm aussehen würde.

Mode

Schmuck


Das Fotografieren von Schmuck ist besonders schwierig. Zum einen sind die Schmuckstücke oft sehr klein und müssen für den Betrachter so abgebildet werden, dass alle Details sichtbar werden. Dazu verwendet man an seiner Kamera am besten eine Makrofunktion oder sogar ein spezielles Makroobjektiv. Beim Ausleuchten der Fläche verwendest Du am besten eine Lampe, die, von oben leuchtend, Tageslicht imitiert, damit die Farben Deiner Objekte besonders realistisch zur Geltung kommen.
Zusätzlich birgt die Fotografie von Schmuck auch die Gefahr, dass durch die spiegelnde Oberfläche unbeabsichtigt Details der Umgebung auf dem Bild erscheinen. In der Foto-Blogreihe „Das perfekte Foto“ im Blogpost „Das perfekte Foto: Schmuckfotos – So macht’s goldschmiedeberlin“ zeigen wir Dir in einem Video, wie Du Reflektionen vermeiden kannst.

Schmuck2

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