Business > Im Laden verkaufen - wievie...
YiariLee 20.06.2008 07:37Hallo :),
ich eventuell die Möglichkeit meine Laptoptaschen in einem Appleladen zu verkaufen.
Habt ihr eine Idee was für eine Provision üblich wäre? Verlangen Läden normalerweise mehr wie dawanda hier?Wäre schön, wenn ihr mir weiterhelfen könntet!! :) Damit ich so ein bisschen eine Vorstellung habe, ob das gerade viiiiiel zu viel oder doch angemessen ist, was mir der Laden vorschlägt.
Liebe Grüße und einen schönen Tag!
Tina
ranipink 20.06.2008 09:05Meistens ist es so ab 20% bis 35% Provision, persönlich wäre bei mir bei 30% Provision Schluß.
YiariLee 20.06.2008 12:15ui....das ist ja schon ziemlich viel....
würdet ihr die % dann auf den Preis drauf rechnen? also den Artikel teurer machen?
rosalia 20.06.2008 13:54Hallo Tina,
also ich denke so 20 bis 30 % sind in Ordnung. Ich verkaufe in mehreren Läden. Brauche die Sachen nur hinzubringen, also kein Einstellen im Internet, keine Verpackung, nicht zur Post und keine Zahlungseingänge überprüfen. Das spart schließlich auch eine Menge Zeit und Nerven!
Vor zwei Wochen hatte ich allerdings eine Ladenbesitzerin die stolze 50 % berechnen wollte und mir dann auch noch erzählte das sie "Deutsches Kunsthandwerk" auf Messen zu diesen Konditionen ordern könne! Mein Gegenargument war dann: auch auf Messen hat man grundsätzlich einen Satz für den Mindesteinkauf, ferner muß man die Sachen auch auf Rechnung bezahlen und was halt nicht verkauft wird, naja, darauf bleibt man dann sitzen. Nach langem Hin und Her haben wir uns dann bei 30 % getroffen......LG
Klaudia
ideenreich-berlin 20.06.2008 14:30Hallo Tina,
oft kann ein "Laden", wo deine Kreationen gut hinpassen, die Sachen viel teurer verkaufen, als du selber ;-)
Ich handhabe es meistens so, dass ich den Preis festlege, den ich für die Artikel bekommen muss - und es dem Geschäftsinhaber, der meine Sachen weiterverkauft, völlig überlasse, welchen Verkaufspreis er nimmt. Damit habe ich durchweg gute Erfahrungen gemacht.
Beste Grüße - viel Erfolg
Antje
Stine 20.06.2008 15:28Hallo Tina,
ich habe es mal genauso gemacht wie Antje, war allerdings ein totaler Reinfall, es wurde nichts verkauft. Meine Preise sind schon recht knapp kalkuliert (manches ist halt recht arbeitsintensiv) und die haben 40% draufgeschlagen. Zu den Preisen hätte ich als Kundin auch nichts gekauft...
Entscheidend ist vermutlich wirklich, dass die Sachen in den Laden passen, dass der Laden bereits etabliert ist und eine kaufkräftige Kundschaft gewährleistet ist.
Versuchen kostet aber nix!
Also viel Erfolg und LG,
Stine
modepolizei 20.06.2008 17:21hallo tina,
kann mich meiner vorschreiberin anschließen! 40% sind bei uns eigentlich die regel, manchmal aber auch mehr...damit sich ein einigermassen vertretbarer preis ergibt, müssen wir dann bis zu unserer schmerzgrenze runter. allerdings sehe ich es auch als kleine "werbemaßnahme", denn so kennt uns ja erstmal niemand.
viele grüße und erfolg!sandra
Elfenzaubereien 20.06.2008 18:34Hallo Tina,
Ich handhabe es so wie Antje es beschrieben hat. Ich überlege mir im Vorfeld den Preis und das Geld möchte ich dann auch haben. Die Galeristin überlegt sich dann, wie sie es weiter verkauft. Mittlerweile ist es mehr geworden und wir sprechen uns schon ab. Weil es ist blöd, wenn die Leute die Sachen bei dawanda billiger kaufen können als im Laden. Allerdings muss man beim Internetverkauf die versandkosten noch mitrechnen.
Liebe Grüße Sabine
YiariLee 21.06.2008 11:37Danke!!! Ja, ich glaube so mache ich das dann auch...also dass ich einen Preis festlege, den ich haben muss und das Geschäft dann seine Provision draufschlägt.
Mal abwarten, ob meine Laptophüllen überhaupt in deren Konzept passen :).
Vielen Dank für eure schnelle Hilfe!! :)
Falls noch jemand einen Tipp hat...ich freu mich.Liebe Grüße
ccvvj 22.06.2008 22:17Hatte neulich ein Erlebnis der anderen Art, weil ein Laden meine Sachen zwar verkaufen wollte, aber alle Sachen dann zu 100 bis 120% teurer gemacht hat... da wurde dann natürlich gar nichts verkauft. Fand ich unmöglich und auch aus Ladenbesitzersicht völlig unverständlich!
LG
Taendelei 10.07.2008 07:13Guten MOrgen,
bin ja noch ganz frisch hier und habe selbst einen Laden. Ich habe eine Bekannte, für die ich ab und zu etwas mitverkaufe in meinem Laden. Wir handhaben es auch so: Sie sagt mir, was sie dafür will und ich gestalte den Aufschlag so, wie ich ihn brauche.
Also es fallen für mich als Einzelhändler ja schon mal 19 % Mwst. an, die ich abführen muß. Ich habe eine Ladenmiete und Nebenkosten zu zahlen, Gewerbesteuer usw. Ich muß z. B. im Schaufenster etwas Platz abgeben von meinen eigenen Artikeln und ich habe gegebenenfalls einige Zeit für Beratung, für diesen Artikel und wenn er verkauft wird, dann wird von mir auch das Verpackungsmaterial (Geschenkbox usw.) gestellt.
Es bleibt also unterm Strich nicht viel übrig, aber ich kann meinen Kunden mal was anderes präsentieren. Viele kommen zu mir, weil ich eben nicht so das Standardprogramm habe und insgesamt eher niedriger kalkuliert verkaufe, dafür aber lieber mehr. Ich habe viele Artikel im Programm, die ich selber mache oder die eben nicht so gängig sind. Für alles habe ich aber keine Zeit zum selbst basteln, auch wenn ich gerne würde. So kann ich Dinge anbieten, die zu meinem Laden passen, etwas aus dem Rahmen fallen und ihn so auch wieder aufwerten, auch wenn ich selbst nicht viel Verdienst dran habe.
Liebe Grüße
limetrees 10.07.2008 21:19hallo taendelei,
für kommissionsware muß man keine mehrwertsteuer abführen, lediglich für die provision. der rest ist sache des kommissionärs. man muß lediglich deutlich machen, dass es sich um kommissionsware und nicht die eigene handelt :-). zu diesem ergebnis ist jedenfalls unser steuerberater gekommen.
viele grüße
bianca
ideenreich-berlin 10.07.2008 21:56@limetrees,
Hallo Bianca,
den Steuerberater hätte ich seinerzeit, als ich noch die Galerie und den Laden hatte, auch gerne gehabt ;-)))
Ich musste auch auf den kompletten Verkaufspreis die MwSt. abführen. Und da merkt man es schon, wenn man kunsthandwerkliche Unikate verkauft von Leuten, die - in der Natur der Sache liegend - zumeist gar keine MwSt. abführen oder als Künstler nur 7%.
Wenn ich z.B. eine Filzblüte für 25 Euro verkauft habe, von denen der Filzkünstler (ohne MwSt.) von mir z.B. 17,50 Euro (70% des VK-Preises) bekommen hat, dann blieben bei mir (abzgl. der 19% MwSt., die ich auf den gesamten VK abführen musste) eben nicht die 30%, sondern nur 3,51 Euro "hängen" (macht gerade mal 14%!!!).
Das ist dann die andere Seite der Medaille bei 70/30 - und die sollte man einfach auch einmal sehen.Schöne guten-Abend-Grüße
Antje
wilde-wolken 10.07.2008 22:29OH, das ist echt fein, was man hier im Forum so alles erfährt. Bei mir ist sowas zwar nicht in Sicht, habe evt. bald meinen ersten Basarauftritt, aber so was ist trotzdem immer gut zu wissen! Also, vielen Dank in diesem Sinne an alle hier so geschäftstüchtigen Frauen - Männer waren glaub ich keine dabei ;)
♥liche gRüße
Maja
Taendelei 11.07.2008 06:37@limetrees
Oha, na da werde ich doch gleich mal meiner Steuertante auf die Füße treten. Das hör/les ich jetzt zum ersten Mal. Und schließlich hab ich sie ja dazu, damit sie sich um solche Dinge kümmert...Bin mal gespannt, was sie sagt. Vielen Dank schon mal. Ich habe nämlich bisher alles voll versteuert. Da geht es mir wie ideenreich-berlin.
alinea 15.07.2008 19:26Liebe Tina,
aus Leipzig und Dresden kenne ich zwischen 30% und 50%. Ich habe auch immer Probleme mit der Preiskalkulation-man kann von 2 Seiten losdenken: Entweder, wieviel man selbst dafür haben möchte und dann schlägt man die Prozente drauf und überlegt ob es für diesen Endpreis noch jemand kaufen würde. Oder Du überlegst erst den Preis für die Kunden und prüfst dann ob bei Abzug der Prozente noch genug für Dich übrig bleibt. Ich muß sagen, bei meinen Sachen sind 40% die alleroberste Schmerzgrenze. Dann muß aber der Laden damit leben, daß die Sachen im Endpreis teurer werden als bei den Läden, die 30% nehmen. Ist schon ein ziemliches Geschiebe. Ich hoffe Du findest eine gute Lösung! Ich habe mal gelesen
"Ein Kompromiß ist eine Einigung, bei der alle Beteiligten in gleichem Maße unzufrieden mit dem Ergebnis sind."
;))
Claudia
ideenreich-berlin 15.07.2008 21:55@ alinea
Liebe Claudia,
"Ein Kompromiß ist eine Einigung, bei der alle Beteiligten in gleichem Maße unzufrieden mit dem Ergebnis sind."
Ich falle gerade beim Lesen fast von Stuhl ;-))) - der ist KLASSE!!!
Aber manchmal soll es ja auch anders gehen!?!Beste Grüße
Antje



