Forum > Meldungen & Neuigkeiten > Abmahnung als privater Verkäufer mit 14 Verkäufen?!?




 
Landhaus-Liebe

Hallo zusammen,
also langsam vergeht mir der Spaß an der ganzen Sache.
Seit einiger Zeit verfolge ich die Threads mit den Abmahnungen, immer darauf bedacht, alles richtig zumachen.
Jetzt habe ich in etwa einem Jahr ca. 14 Verkäufe gehabt, und werde aufgefordert mich doch besser mit meinem (!)Anwalt in Verbindung zu setzen, ob ich mich nicht besser gewerblich melde! HÄÄ??
Ich lege bei meinen Artikeln wahrscheinlich eher noch drauf(Material, Zeit...), als jemanden "abzuzocken". Mir machts einfach Spaß mich kreativ zu betätigen.
Ich mußte das jetzt einfach mal loswerden!
LG

Landhaus-Liebe 13.01.2010 21:58


 
Edel_und_Fein

Liebe ine03, ich schreibe jetzt mal ein bißchen streng. Denn es nervt nicht nur ein klitzkleinesbißches immer wieder zu hören: "Ich bin doch privat. Alles nur Hobby. Was wollen alle nur von mir?"
Hier im Forum gibt mittlerweile gefühlte 1000 Threads zu dem Thema gewerblich-privat. Und in allen wurden von vielen, vielen Mitgliedern geschrieben, warum man NICHT privat ist, wenn man einen Shop hat.
Du schreibst hier - also liest du hier.

Man kann keinen Shop - Laden haben ohne gewerblich zu sein.
Selbst das Einstellen eines einzigen Artikels, ob verkauft oder nicht, ob Gewinn oder nicht, verpflichtet dich einen Gewerbeschein zu haben.

Es geht nicht darum jemanden "abzuzocken". Sondern es geht um staatliche Vorschriften, die jeder einzuhalten hat.
Viele hier haben einen sogenannten Brötchenjob oder sind Hausfrau und DaWanda ist ihr Hobby, und doch HABEN sie einen Gewerbeschein.

Lies dich schlau, nimm den Telefonhörer in die Hand und telefoniere mit dem Gewerbeamt und Finanzamt. Aber bitte jammere nicht und sei bitte nicht beratungsresistent. Sonst kommt eines Tages wirklich eine teure Abmahnung ins Haus geflattert.
Liebe Grüße Claudia

Edel_und_Fein 13.01.2010 22:24


 
schneeauge69

ich bin auch hausfrau,ich liebe mein hobby, ich habe einen shop,ich habe ein gewerbeschein und bin in der handelskammer registriert.
das alles macht man vorher. punkt.

schneeauge69 13.01.2010 22:40


 
fun

Man kann keinen Shop - Laden haben ohne gewerblich zu sein.
Selbst das Einstellen eines einzigen Artikels, ob verkauft oder nicht, ob Gewinn oder nicht, verpflichtet dich einen Gewerbeschein zu haben.

Das stimmt nicht - habe ich erst heute von einer Existensgründerin gelernt - wenn Du etwas verkaufst ohne Gewinnabsicht, also zum reinen materialpreis, dann darf ich das machen, nicht zu Hauf, aber bei 14 Verkäufen in einem Jahr ohne Gewinn - ist ja nachvollziehabr bei Vorlage von Rechnung und Verkaufsumme - da brauchst Du keinen Gewerbeschein - den brauchst Du nur wenn Du etwas kaufst oder fertigst um es mit Gewinnabsicht zu verkaufen

fun 13.01.2010 22:59


 
Maschenmoden

@fun Nun muß ich grad mal lachen.

Aber ansonsten habe ich nix dazu zu sagen,weil wie Edel_und_Fein
schon geschrieben hat, es darüber schon gefühlte 1000 Treads darüber gibt und es wirklich langsam mühseelig wird, immer wieder das gleiche zu schreiben.

LG Heike

Maschenmoden 13.01.2010 23:07


 
Bellythecat

Als ich mich damals erkundigt habe, wurde mir gesagt man MUß vorher einen Gewerbeschein haben, wenn man Sachen zum Verkauf herstellt. Ob Gewinn oder Verlust gemacht wird, kann man ja vorher noch garnicht wissen.
Viele hier haben noch weniger Verkäufe als Du in der Zeit, aber trotzdem einen Gewerbeschein. Und zwar aus gutem Grund.
Erkundige Dich nicht beim Finanzamt, sondern bei Deinem Gerwerbeamt und der IHK. Denn das sind diejenigen die zuständig dafür sind. Das Finanzamt meldet sich dann sowieso. Und sag vor allem, daß Du einen Shop führst im Internet. Das ist nämlich auch wichtig. Die Sachen stehen nämlich mit einer Regelmäßigkeit zum Verkauf. Und werden nicht nur 1 oder 2 Mal im Jahr auf dem Flohmarkt n Tag angeboten.
LG Conny

Bellythecat 13.01.2010 23:21


 
Hasenfratze

@fun
Um privat zu sein müßte Ine03 demnach also ihre Artikel zum Materialwert verkauft haben. Hat sie nicht, kann jeder einsehen. Macht auch nicht wirklich Sinn, oder?

@Ine03
Ich kann Dir nur raten, beim Finanzamt etc. anzurufen und die rechtliche Seite zu klären.
Meines Wissens ist es nicht möglich, hier als Privatverkäufer zu agieren.
Liebe Grüße, Silvia

Hasenfratze 13.01.2010 23:25


 
fun

Maschenmoden - freut mich doch sehr das ich Dich zum Lachen brachte - leider brummt mir noch der Schädel von dem Seminar, und ich kann nur sagen: auch die die meinen zu diesem Thema viel zu wissen irren sich manchmal, mich hat einiges doch sehr überrascht

fun 13.01.2010 23:36


 
fun

@ hasenfratze:

Laut ihrer Aussage hat sie sogar drauf gezahlt - darauf habe ich meine Aussage gestützt

fun 13.01.2010 23:37


 
fun

Und ich frage mich das oft bei Bastelomis (nicht negativ gemeint) auf Märkten die ihre kunstvollen Karte zu 1€ Verkaufen - nur um die Dinger los zu werden, denn der gesammte Bekannten und Verwandtenkreis erstick schon in Karten....macht das Sinn? Für Gewerbetreibende sicherlich nicht, aber diese Damen brauchen einen Zeitvertreib - bringt eigentlich nichts außer Spaß, Beschäftigung und Kontakt zu anderen Menschen
Und soll ich Dir was sagen, die Kontrolleure drücken da beide Augen zu, denn die Damen zahlen eh drauf, also für das Amt absolut uninteresant und würden eh bald als Liebhaberei abgetan
@ine03
Aber hier ist es wirklich über Materialwert, sorry, da wäre eine Anmeldung echt nötig, auch bei den paar Sachen - kostet Dich ca 20€, und wenn es bei 14 Stück pro Jahr bleibt sagt das Finanzamt bald: Danke, machen Sie in dem Maße weiter sind Sie für uns uninteressant - aber Du bist auf der sicheren Seite,

fun 13.01.2010 23:44


 
Maschenmoden

Nun @fun wenn man das so gelehrt bekommt, sollte man sich das Lehrgeld zurückzahlen lassen,bevor man selbst welches zahlen muß.

Maschenmoden 13.01.2010 23:48


 
Edel_und_Fein

@ fun
Lies mal genau. Sie schreibt:Ich lege bei meinen Artikeln wahrscheinlich eher noch drauf(Material, Zeit...).
Also immer nach dem Motto: nichts Genaues weiß man nicht.
Sie vermutet irgendetwas.
Außerdem bin ich doch sehr erstaunt, was du schreibst. Bei mir war die Aussage des Gewerbeamtes ganz eindeutig und dann des Finanzamtes auch.
Denn sobald du etwas herstellst ( und das tut sie) wird dir bei einem Shop eine Gewinnabsicht unterstellt. Ob du Gewinn machst oder nicht, zeigt sich doch wohl erst später.
Man darf gern etwas herstellen und verkaufen, an die Freundin, Schwester, Mutter usw. Das ist privat. Aber nicht in der Öffentlichkeit. Und das Internet ist ja wohl sowas von öffentlich, öffentlicher geht es nicht.
Liebe Grüße Claudia

Edel_und_Fein 13.01.2010 23:52


 
Maschenmoden

@ fun
es geht nicht mal um das Finanzamt. Die meisten gehen aus der Gewerbeanmeldung ohne Steuernachzahlung raus und landen irgendwann in Liebhaberei.
Aber viele haben einfach nur Angst vor der Bürokratie die wirklich nicht schlimm ist.

Maschenmoden 13.01.2010 23:54


 
Maschenmoden

Autsch, nach dem Beitrag von Edel und Fein habe ich mal in deinen Shop geschaut ine03.
Du bietest Sachen an die nach Schnitten von Designern hergestellt wurden.
Da solltest du dich unbedingt mal kundig machen.

Maschenmoden 14.01.2010 00:00


 
Nashimiron

Ine03
Du hast Keine ABMAHNUNG bekommen sondern einen Hinweis.
Mach was draus - denn Abmahnungen können richtig dolle scheiße teuer werden!

Nashimiron 14.01.2010 07:32


 
Petite-Fleurette

@ine03
Tone Finnanger hat nichts dagegen,wenn ihre nachgearbeiteten Entwürfe auf Weihnachtsmärkten verkauft werden.Den Verkauf im Internet hat sie untersagt.

Petite-Fleurette 14.01.2010 07:40


 
Bohemia1973

Abgesehen davon könnte man seine Artikel ja auch zu solchen Preisen anbieten, das sie einen Gewinn abwerfen.

Als Privatverkauf kann man meiner Meinung nach z. B. EINEN Pullover durchgehen lassen, der zu groß oder zu klein für die Freundin oder Verwandte gestrickt worden ist und nun keine Abnehmer hat.
Aber das ist hier wohl eher nicht der Fall, würde ich sagen.

Wenn man nur so, zum Egopinseln gerne seine Sachen im Netz veröffentlichen will, dann kann man auch gut einen Blog schreiben oder eine Homepage. Warum muß es immer gleich ein Shop sein?

Bohemia1973 14.01.2010 07:41


 
kreatextil

Da muss ich Nashimiron zustimmen. Der Hinweis, Dich wegen einer gewerblichen Anmeldung kundig zu machen ist gut gemeint und daher sicher kein Grund zum Ärgern.

Einem großen Anteil der hier vorhandenen gewerblichen Verkäufer machts einfach Spaß, sich kreativ zu betätigen - um einmal Deine Worte aufzugreifen.
Man muss sich eben überlegen, ob einem diese Betätigung inklusive öffentlichem Verkauf so wichtig ist, dass es einem den "Aufwand" einer Gewerbeanmeldung wert ist.
Wer trotz aller Hinweise weiterhin meint, als Privatperson einen Shop betreiben zu müssen, sollte sich bewusst sein, dass man sich damit auf sehr dünnem Eis befindet.
Ich würde das nicht riskieren wollen und es würde mich viel mehr nerven als das bisschen Bürokratie zur Gewerbeanmeldung.

kreatextil 14.01.2010 07:58


 
MinkaDesign

Wer will das Herstellen ohne Gewinnabsicht nachprüfen?
Das kann man einfach so behaupten.
Außerhalb des Internets sind die Märkte für Hobbyanbieter und Gewerbliche auch wegen der unterschiedlichen Preisgestaltung getrennt.
Hier treffen beide aufeinander, klar dass es da Konflikte gibt.

Wenn man nun regelmäßig Dinge herstellt, warum nicht Basare nutzen, die zusätzlich einem guten Zweck dienen?
Warum muss es unbedingt ein Internetshop sein?

MinkaDesign 14.01.2010 08:10


 
sonja_73

Hi,
muss ein VK aus einem anderen Land eigentlich kein Gewerbe anmelden?
VG Sonja

sonja_73 14.01.2010 08:12






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