Meine Illustrationen bzw. Bilder im kleinen Format, sind allesamt Radierungen.Ich habe sie in geringer Auflage selbst gedruckt und signiert.
Mit einigen Ausnahmen finden Sie auch Linol- und Holzschnitte.
Abachiholzes,finden Sie in einer meiner Produktfotos).
Falls eine andere Rahmenleiste gewünscht wird,kann ich diese bestellen.
Die Lieferzeit verlängert sich dann um 4-5 Tage.
Bei Naturholz gibt es noch: Fichte, Aspe,Ahorn, Eiche,Kirsche.
Distanzrahmen kann ich mit 4-5 Tagen Lieferzeit anbieten.
Glas: ist Standard- Floatglas mit 20%UV- Absorbtion und 8% Reflexion.
Bei Anfrage kann ich auch MirogardGlas von der Schott AG in den gewünschten Rahmen einbauen.
Dies ist ein interferenzoptisch -entspiegeltes Weißglas.Ideal für Grafiken in der Farbwiedergabe und Klarheit.
Die Rückwand des Rahmens besteht aus säurefreiem Foamboard und wird mit mehreren Klammern eingehakt.
Aufhängungsvorrichtung,je nach Gusto:
Ein kleiner Aufhängewinkel mittig, oder
an jeder Ecke einer.
Bei Interesse maile ich gerne weitere Fotos der gewünschten Radierung inklusive Passepartout, weissem oder schwarzem Rahmen, oder Abachiholzrahmen.
Nun Zur Technik -was ist eine Radierung?
Originalgrafik - Begriffsdefinition
Im 19. Jahrhundert sprach man von Sammlergrafik, welche von den Peintre – graveurs zum Selbstzweck erfunden wurde um sich von den Reproduktionsgrafikern zu unterscheiden. Diese Differenzierung von Original- zu Reproduktionsgrafik – auch als Wertmaßstab – ergab sich erst, nachdem sich die Einstellung zu ideellen und inhaltlichen Zielen der druckgrafischen Kunst geändert hatte. Das Comite National de la Gravure Français präzisierte am 18.12.1964, wie folgt: „Als originalgrafische Radierungen, Stiche und Lithografien sind solche anzusehen, deren Abzüge in schwarz oder farbig von einer oder mehreren Platten, zur Gänze aus der Hand eines und desselben Künstlers geschaffen und ausgeführt wurden, unter Ausschluss aller mechanischen und photomechanischen Verfahren“.
Damit ist definiert, dass als Originalgrafik nur bezeichnet werden darf, was vom Künstler selbst in Linoleum und Holz geschnitten, in Kupferplatten geritzt, gestochen oder geätzt oder auf Steinplatten gezeichnet, handwerksmäßig bearbeitet und von Hand oder mit der Druckpresse abgezogen wurde.
Das einzelne, durch den Druckvorgang entstehende Blatt nennt sich Abzug. Die Gesamtzahl der Abzüge wird als Auflage bezeichnet. Die Höhe der Auflage bestimmt der Künstler. Diese Limitierung wird eigenhändig vom Künstler in Form eines Bruches auf dem Abzug am linken, unteren Rand des Blattes vermerkt. Zum Beispiel „1/8“: der Zähler nennt Abzug, der Nenner bestimmt die Auflage; somit ist dieses Blatt der erste Abzug aus einer Auflage von 8 Stück.
Die handgeschriebene Unterschrift auf der rechten, unteren Seite des Blattes verbürgt, dass es sich um eine Originaldruckgrafik handelt, bei der die Druckform vom Künstler selber geschaffen, im Handdruckverfahren und in limitierter Auflage von ihm abgezogen wurde. Für die Signatur wird Bleistift benutzt, da diese schwer wegzuradieren oder zu verändern ist, ohne dabei die Papierfasern zu beschädigen.
Künstlerdrucke – auch „Epreuves d’Artistes“ genannt – sind zusätzlich zur Auflage gedruckte Blätter. Sie werden mit der Abkürzung „E.A.“ und mit römischen Ziffern signiert. Blätter, welche vor einem Auflagendruck entstehen, werden als Probedrucke bezeichnet und mit dem Wort „Probedruck“ versehen. Künstler- und Probedrucke werden nicht in der Auflage mitgezählt und gelten als Unikate.
Weitere Qualitäts- und Wertmerkmale der Drucke sind eine niedrige Abzugsnummer, da jeder folgende Druck eine Plattenabnutzung hervorruft und eine niedrige Auflage.
Sind die Abzüge einer Auflage und die begleitenden Probe- und Künstlerdrucke hergestellt, wird die Platte unbrauchbar gemacht. Dies geschieht durch Zerstörung der Platte oder durch Einritzen von breiten, überkreuzten Linien.
Die Techniken des Tiefdruckes
DIE RADIERUNG, ÄTZKUNST, ÄTZTECHNIK.
Die Radierung, das manuelle Eingraben oder Einritzen von Linien in Metall,ist nicht nur ein ungemein schwieriges und zeitaufwendiges Verfahren, sondern setzt dem künstlerischen Ausdruck auch Grenzen.
Es ist der Widerstand des Metalls, der Grenzen und Bedingungen setzt, und dadurch eine freie Unmittelbarkeit des Ausdruckes verhindert.
Um den Widerstand des Metalls zu verhindern, wird die Kupferplatte beschichtet und dann erst geritzt oder gestochen.
Die geglättete, polierte und sorgfältig entfettete Metallplatte,( ich bevorzuge Kupfer), wird dazu mit einer säurefesten Schicht, dem Ätzgrund, oder Deckfirnis, hauchfein überzogen.
Sodann beginne ich mit einer Radiernadel (Bleistiftähnliche Stahlnadel) die Linien meiner Zeichnung dergestalt auf den Ätzgrund aufzutragen, dass die Nadel die feine Schicht durchdringt und das Metall freilegt, ohne es zu verletzen.
Sobald ich die Zeichnung vollständig übertragen habe, setze ich die Kupferplatte einem Säurebad aus.
Dieses Ätzwasser kann entweder EisenIIIchlorid oder Salpetersäure sein.
Die Rückseite der Metallplatte schütze ich durch eine säurefeste Schicht .
Die Flüssigkeit greift nun die Kupferplatte dort an, wo die Radiernadel die deckende Grundierung entfernt und das Kupfer freigeritzt hat, während die vom Ätzgrund bedeckten Flächen vor der Säure geschützt sind, und unversehrt bleiben.
Es obliegt mir selbst, wie lange und wie intensiv die Linien in die Kupferplatte geätzt werden.
So entsteht nun, ein von der Säure eingraviertes Bild, auf der Kupferplatte.
Alsdann wird die Metallplatte mit Druckerschwärze überzogen ,und mit dem Handballen saubergewischt.
Die eingefärbte Kupferplatte wird nun auf der Druckpresse positioniert und mit einem eigens vorher befeuchteten und zugerissenem, speziellen Druckpapier abgezogen.
Dann getrocknet.
Die Weichgrundätzung oder Vernis mou
Hier nehme ich anstatt eines, wie oben beschriebenen, harten Ätzgrundes, auf die Metallplatte, eine weiche wachsähnliche klebrige Mischung, zum Auftragen auf die Kupferplatte.
Auf diesen weichen Grund übertrage ich die Zeichnung mittels transparentem, körnigen Papier.
Dazu benutze ich, einen kräftigen Stift oder Kreide.
Dort wo der Druck des Stifts auf das Papier den Ätzgrund verletzt, klebt sich dieser an dessen Unterseite. (Ähnlich wie Abziehbild).
Nun ist auf der Platte das Abbild der Zeichnung genau freigelegt.
Das Säürebad ätzt nun wie oben beschrieben die Zeichnung ein.
Charakteristisch für diese Technik ist der weiche, körnige Strich von malerischer toniger Wirkung.
Die Aquatinta+
Das Gestaltungmittel bei der Aquatinta, ist im Gegensatz zu vernis mou und dem harten Grund, nicht die Linie sondern die Fläche*
Die Kupferplatte wird ebenfalls mit einer Säureschutzschicht überzogen. Jedoch nicht flächig.
Sie wird mit säurefestem Staub (Kolophonium) bestäubt, was bedeutet, dass nur das Einzelne Staubkorn die Platte schützt.
Somit kann man grobkörnig ätzen, oder fein körnig, was verschiedene Grautöne erzeugt.
Der Flächenton der Aquatinta wird also durch die Feinheit des Korns , die Dichte der Punkte und die Dunkelheit der Fläche bestimmt.
Dies wird folgendermaßen zustande gebracht:
Auf eine polierte und entfettete Kupferplatte (auf die ich vorher schon eine Zeichnung in Umrissen radiert habe) wird gleichmässig Kolophonium- oder Asphaltstaub verteilt.
Ähnlich wie Puderzucker auf dem Kuchen.
Dies wird mit einem Sieb, Seidenstrumpf, Staubkasten ( =professionell aber teuer),bewerkstelligt.
Der Kolophoniumstaub auf der Kupferplatte wird auf der Heizplatte vorsichtig eingebrannt oder eingeschmolzen.
Danach wird geätzt wie bei den vorherbeschriebenen Verfahren.