so versuche ich das Holz nach seinen Auffälligkeiten zu formen. Manche Hölzer liegen lange in meiner Werkstatt bis mir was einfällt.
O.B.Walch
O.B.Walch leitet sich von meinem Hausnamen ab und ich habe diesen gewählt da mein Opa Johann Walch ein selbständiger Schreiner war. Allerdings sehe ich die Schreiner und Handwerker die um 1900 aktiv waren als die wahren Künstler an.
Werdegang
Als ich 1979 mit 12 Jahren bei einem Hochspannungsunfall den rechten Arm verlor, stellte sich die Frage, wie der berufliche Werdegang aussehen sollte.
Durch die sogenannte Behinderung (100%) war meine Laufbahn als Handwerker erst mal vorbei und ich wusste nicht welchen Zweig ich einschlagen sollte. (das Arbeitsamt wusste auch nichts)
Als ich bei einer einjährigen Berufsfindung meine Vorliebe für Holz und allgemeines Handwerk erkannte, bzw. meine Unfähigkeit für Büroarbeiten, konnte ich anschließend doch in Passau bei einer weiteren einjährigen ABM-Maßnahme als Schreinergehilfe und anschließend bei einem Musikinstrumentenbauer in Breitenberg meine Leidenschaft vertiefen.
Ich hatte dann das Glück in Breitenberg als Gemeindearbeiter meinen Unterhalt zu sichern.
Nach drei Jahren entschloss ich mich dann als Taxifahren für sechs Jahre nach München zu gehen. In dieser Zeit entschloss ich mich eine Umschulung zum Bauzeichner anzutreten die ich dann in Nürnberg 2000 abgeschlossen habe. In dieser Zeit habe ich auch glücklich geheiratet und zwei Kinder gezeugt.
Ab 2000 konnte ich im Haus am Strom fast zehn Jahre in der Umweltpädagogik arbeiten. Nach einigen Jahren bekam ich zunehmend psychische Probleme und ich beantragte eine Erwerbsminderungsrente und wurde daraufhin als erwerbsunfähig eingestuft. Ich bin nicht zufrieden mit 45 Jahren als Rentner zu gelten, daher habe ich ein Gewerbe angemeldet und ich nutze die Zeit um in meiner kleinen Werkstatt zu arbeiten, bzw. durch andere Dienstleistungen meine Rente etwas aufzubessern und hoffe dass mein Ein-Hand-Mann-Betrieb auf Dauer ein paar Früchte trägt.
Ein-Hand-Mann-Betrieb