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Produkttitel: eBook "Ein ganz besonderer Tag" - Erzählung - Shopname: LeseZeichenShop
Leseabenteuer für Kinder und Erwachsene als PDF
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Habt ihr euch nicht auch schon oft gefragt, was es mit den Tagen auf sich hat, woher sie kommen und wohin sie gehen, wenn sie ihren Dienst auf Erden versehen haben?
Der Erzähler dieser fantasievollen Kurzgeschichte hatte das Glück, einen kleinen Tag zu treffen und mit ihm gemeinsam dieser Frage auf den Grund zu gehen.
Doch lest selbst ;)
Die Kurzgeschichte ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet, aber auch jung gebliebene Erwachsene lassen sich gerne in eine andere Welt entführen.
Zum selbst lesen oder Vorlesen.
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„Es wäre besser, wenn du den Erdenläufer mit in unsere Welt nimmst. So kannst du ihm in Ruhe alles erklären und er wird dich auch besser verstehen können.“ Die Gegenwart nahm die Hand des Kleinen Tages und wandte sich anschließend an mich. „Wir gehen zu einem der Weltenbäume. Von dort aus können du und der Kleine Tag in unsere Welt hinüberwech-seln.“
Die Gegenwart sagte das, als ob es etwas ganz Alltägliches und Selbstverständliches gewesen wäre. Für sie und die anderen Sternenläufer mag das zutreffen, wohl kaum aber für uns Erden-läufer, zu denen wir Menschen alle gehören. Ihr könnt euch denken, wie verblüfft ich gewesen bin, als ich zum ersten Mal von diesen Weltenbäumen erfahren habe. Gewiss fragt ihr euch jetzt, wo denn so ein Weltenbaum zu finden sein soll. Ihr werdet nie erraten, wie nah sie uns doch sind. Ich bin davon überzeugt, jeder von euch wird in seinem Leben schon einmal nichts ah-nend an einem vorbeigegangen sein. Jene Bäume sind uns ver-trauter, als ihr glauben mögt.
Der Kleine Tag sah meine Verwunderung und fragte mich: „Hast du noch nie etwas von den Weltenbäumen gehört?“
Ich schüttelte verlegen mit dem Kopf. Und irgendwie war mir meine Unkenntnis dermaßen peinlich, dass ich im Gesicht so rot anlief wie jemand, der sich zu viel Chilisoße zugetraut hat.
„Hihi, er weiß nichts von den Weltenbäumen“, feixte der Kleine Tag triumphierend wie unsere Kinder, wenn sie ein ums andere akrobatische Kunststück mühelos meistern und wir Er-wachsene mit unserer „Gelenkigkeit“ einfach kapitulieren müs-sen.
Schließlich reichte mir der Kleine Tag seine Hand und so gingen er, die Gegenwart und ich querfeldein durch den Wald, bis wir zu einer Lichtung kamen, in deren Zentrum sich eine ur-alte Eiche befand. Eine wahrhaft magische Atmosphäre ging von diesem stillen Plätzchen aus. Die Strahlen der Mittagssonne tauchten die Waldlichtung in schimmerndes Licht, gedämpft nur durch die riesige Eiche mit ihrem Blätterdach.
„Und das ist also einer dieser Weltenbäume“, sagte ich leise. In meiner Stimme musste mein Staunen deutlich mitgeklungen haben, denn der Kleine Tag kicherte wieder sein Hihi, er weiß nichts von den Weltenbäumen und es vergingen einige Augenblicke, bis er sich wieder beruhigt hatte.
„Ja, das ist einer dieser Bäume“, unterbrach die Gegenwart das einsetzende Schweigen. „Folge einfach dem Kleinen Tag, Erdenläufer, er wird dich von jetzt an führen!“
„Kommst du denn gar nicht mit uns?“, entgegnete ich.
„Nein, ich werde euch nicht begleiten. Denn ich bin die Gegenwart und bleibe stets in deiner Welt, Erdenläufer. Wenn ich fortginge, besäßen die Menschen keine Zeit mehr. Wie soll dann noch etwas geschehen? Alles auf Erden würde zum Still-stand kommen, wenn es mich, die Gegenwart, nicht mehr gäbe.“ Sie schaute mich mit ihren sanften, blauen Augen freundlich an und verabschiedete sich. „Wir werden uns wiedersehen, Erden-läufer.“ Und kurz darauf stieg sie zum Himmel empor und ver-schwand in einem hell aufleuchtenden vielfarbigen Blitz.
Die Verblüffung stand mir ins Gesicht geschrieben. Mit of-fenem Mund stand ich da und starrte in den Himmel. „Wow… so etwas erleben wir Menschen nur sehr selten in unserem Le-ben, wenn überhaupt.“ In meiner Verwunderung sprach ich mehr zu mir selbst, als dass ich meine Worte an den Kleinen Tag richtete. Instinktiv spürte ich, dies würde heute nicht das einzig Sonderbare bleiben. Noch viele erstaunliche Begebenheiten sollten mich willkommen heißen; ein echtes Abenteuer erwartete mich. Natürlich war mir damals gar nicht bewusst gewesen, dass für alles, was sich zutrug, dieser Kleine Tag verantwortlich war. In ihm waren ja sämtliche Ereignisse vorgezeichnet und vereint.
„Wenn dir das schon gefallen hat“, sagte der Kleine Tag grinsend, „dann wirst du unsere Welt lieben.“ Und ehe ich michs versah, rannte er auch schon los, direkt auf die alte Eiche zu und zog mich hinein. Plötzlich herrschte Dunkelheit…
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15 Seiten
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