Wie mache ich gute Produktfotos?

Den Erfolg von Online-Shops machen zum Löwenanteil aussagekräftige Fotos aus, denn nur über die Fotos kann sich der Käufer im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von Deinem Produkt machen. Es ist daher wichtig, dass Du nicht nur viel Mühe in die Herstellung Deiner Artikel investierst, sondern auch in Deine Fotos!

Viele Verkäufer unterliegen dem Irrglauben, dass ohne teures Fotoequipment auch keine guten Fotos möglich sind. Dem ist nicht so! Wir haben für Euch ein paar Tipps und Ratschläge zusammengefasst, so dass guten Fotos und Eurem Verkaufserfolg nichts mehr im Weg steht. Du kannst Dir auch unsere Präsentation vom Workshop 2009 herunterladen, die viele Beispiele und Hinweise enthält (bitte sei geduldig, das Dokument ist sehr groß).

Hintergrund

Das Produkt sollte klar erkennbar sein, ein einfacher, neutraler, einfarbiger Hintergrund ist daher wichtig. Gemusterte, gemaserte, unruhig strukturierte Hintergründe können hingegen vom Produkt ablenken und die Qualität des Gesamteindruckes herabsetzen. Bitte fotografiere Dein Produkt daher nicht vor gemusterten Tapeten, Türen oder gar auf dem Fußboden liegend.

neutraler Hintergrund

Professionelle Produktfotografen nutzen spezielle Fotohintergründe mit Verlauf. Den gleichen Effekt kann man auch mit einem Papierbogen, bzw. einer Papierbahn erzeugen. Gerade bei kleinen Gegenständen genügt oft ein Bogen weißen oder schwarzen Papiers oder ein einfarbiger, glatter Stoff.

Hält man einen neutralen Papierhintergrund für zu langweilig, so muss man nicht gänzlich auf bunte Hintergründe verzichten. Experimentieren schadet nicht! Farbige Oberteile, Röcke und ähnliches können sich auch als Hintergründe für kleine Gegenstände eignen, wenn sie nicht zu sehr vom Produkt ablenken. Dabei ist jedoch wichtig, dass das Produkt und der Hintergrund farblich nicht in einander übergehen. Achte auf einen ausreichenden Farbkontrast zum Objekt, damit das Foto kräftig und lebendig wirkt. Lass Dich auch von den Produktfotos von anderen DaWanda-Verkäufern inspirieren.

Farbkontrast

Beleuchtung

Wenn man mit einer Digitalkamera fotografiert, können schwierige Lichtverhältnisse schnell zu einem großen Problem werden. Bei ungünstiger Beleuchtung liefert die automatische Farbeinstellung der Digitalkamera selten gute Ergebnisse. In jeder Gebrauchsanleitung kann nachgelesen werden, wie man die Farbeinstellung ändern kann. Das ist die einfachste Methode, um mit Lichtproblemen klarzukommen. In wenigen Sekunden kann eingestellt werden, ob gerade bei Tageslicht, im Schatten, bei bewölktem Himmel oder bei Kunstlicht fotografiert wird.

Fotos, die bei automatischer Farbeinstellung und schlechten Lichtverhältnissen entstehen, haben oft einen roten, grünen oder blauen Farbstich. Dies lässt sich vermeiden, wenn man die Farbeinstellung (den so genannten Weißabgleich) manuell regelt. Ein manueller Weißabgleich ermöglicht die richtige Farbwiedergabe.

Experimentiere mit dem Blitz Deiner Kamera, wenn das Umgebungslicht zu dunkel ist. Fotografieren mit Blitz muss geübt sein, deshalb ist es oft einfacher das Objekt mit einer Lampe zu beleuchten. In jeder Wohnung finden sich genügend Lampen (Schreibtischlampen, Stehlampen, etc.), die genutzt werden können, um das Produkt gleichmäßig von allen Seiten auszuleuchten, so dass keine harten Schatten entstehen. Beim Beleuchten mit einer Lampe kann das Licht jedoch zu grell sein und das Foto wird überbelichtet. Das harte Lampenlicht kann man problemlos weicher machen. Es reicht aus, Butterbrotpapier (oder Transparentpapier, Diffusionsfolie und ähnliches) an eine Lampe zu klemmen.

Perspektive

Viele Verkäufer wählen beim Fotografieren die Frontalansicht ihrer Produkte. Solche Bilder sind in den seltensten Fällen ansprechend. Experimentiere, um die Perspektive zu finden, die Dein Produkt authentisch erscheinen lässt. Generell sollte man das Produkt nie frontal abbilden. Ein leichter Winkel von 45° ist optimal.

Bei DaWanda kannst Du insgesamt vier Fotos von jedem Produkt hochladen. Nutze diese Möglichkeit! Fotografiere Dein Produkt aus mehreren Perspektiven. Mit zusätzlichen Fotos kannst Du die Unsicherheiten der Käufer beseitigen. Du kannst beispielsweise auch einzelne Details separat fotografieren, um den Käufer von Deinem Produkt zu überzeugen.

Perspektive

Bildbearbeitung

Bildbearbeitungsprogramme sind häufig in die Software der Digitalkamera oder des Druckers integriert. Unzählige andere kostenlose Programme kann man aber auch im Internet finden. Diese sind im Vergleich zu kostenpflichtigen Bildbearbeitungsprogrammen recht einfach, nichtsdestotrotz kann man dank ihnen seinen Fotos den letzten Schliff verpassen.

Durch eine Veränderung von Kontrast, Farbsättigung oder Helligkeit kannst Du jedes Bild optimieren.

Fotografieren kleinster Produkte bereitet oft Schwierigkeiten. Viele Digitalkameras bilden im Nahbereich unscharf ab. Damit das Bild scharf wird, muss ein bestimmter Mindestabstand eingehalten werden. Gute Ergebnisse erzielt man, wenn man den Mindestabstand einhält und nachträglich mit einer Bildbearbeitungssoftware das Foto auf eine bestimmte Größe zuschneidet.

Beispiele

Wir haben einen Test zum Einfluss der Fotos gemacht und eine Kette zweimal bei DaWanda angeboten - einmal mit einem schönen Foto, einmal mit einem ungünstigen Foto. Für beide Varianten haben wir Logenplätze gebucht. Selbst wir waren überrascht, WIE stark die Klicks auseinandergehen! Mit dem schönen Foto wurden 51% mehr Klicks auf den Logenplatz erzielt und insgesamt waren 61% mehr Besucher auf der Artikelseite. Es lohnt sich also, Zeit und Mühe in gute Fotos zu investieren!

Gut vs. schlecht

Mode
Ungewöhnliche Schnitte und ausgefallener Faltenwurf der Kleider kommen besser zur Geltung, wenn sie von Menschen präsentiert werden. Solche Fotos erhöhen die Chance etwas zu verkaufen. Familienangehörige, Freunde und Bekannte lassen sich gerne für Fotoshootings überreden. Traue Dich, sie darauf anzusprechen! Im Notfall kannst Du natürlich auch auf Schneiderpuppen zurückgreifen, auf keinen Fall sollte Kleidung jedoch ausschließlich auf dem Boden liegend oder am Bügel hängend fotografiert werden, so kann sich kein Käufer vorstellen, wie es fällt oder an ihm aussehen würde.

Modefoto

Hier gibt es noch mehr Infos zum Herunterladen: Die Präsentation zu unserem Workshop zu guten Produktfotos vom DaWanda-Workshop 2009. Bitte habe etwas Geduld, die Datei ist recht groß und das Herunterladen kann etwas dauern.

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