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Preisgestaltung - Herstellungskosten

Die Festsetzung eines geeigneten Preises für das Produkt kann eine der schwersten Aufgaben im Verkaufsprozess sein. Der Preis ist schließlich ein entscheidendes Kriterium für den Käufer. Es gibt kein festes Regelwerk, das Dir hilft, den perfekten Preis zu finden, aber gewisse Orientierungshilfen.

Wenn Du den Preis für Dein Produkt festlegst, solltest Du auf jeden Fall berücksichtigen, was für direkte Kosten bei der Anfertigung des Produktes anfielen. Dazu zählen unter anderem:

  • verwendetes Material
  • Produktverpackung
  • Versandkosten
  • evtl. PayPal-Kosten
  • DaWanda-Angebotsgebühren
  • DaWanda-Provision

Manche Materialien hast Du vielleicht schon seit einiger Zeit gelagert oder möglicherweise kostenlos erworben. Nichtsdestotrotz sollte auch der Wert dieser Materialien bei der Preisgestaltung berücksichtigt werden.

Indirekte Kosten sollten ebenso mit einberechnet werden, wie zum Beispiel die Anschaffungskosten der Nähmaschine und zusätzlich anfallende Wartungskosten. Die Miete für Deine Werkstatt, Strom, etc. gehören ebenfalls dazu. Dies sind alles Kosten, die in den Preis des Produktes mit einfließen und sich deshalb auch im Produktpreis widerspiegeln sollten.

Die Zeit, die Du für die Herstellung benötigst, sollte auch bei der Preisgestaltung berücksichtigt werden. Dabei geht es nicht nur um den Herstellungsprozess, sondern auch um die Zeit, die benötigt wird, um das Produkt zu entwerfen und den Artikel einzustellen (Fotos, Artikelbeschreibung etc.) Du solltest Dir überlegen, wie viel Geld Du für diese Arbeit berechnen möchtest. Dabei gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen Hobby- und Berufs-Designer. Solltest Du von Deiner Kunst leben wollen, musst Du Deine Preise so berechnen, dass sie nicht nur Deine Herstellungskosten abdecken, sondern auch genügend Mittel für Deinen Lebensunterhalt einbringen.

Kommentare:
twolives

..und die Werbungskosten bitte nicht vergessen...
Dazu gehören u. a. auch anteilig Werbematerialien diverser Art... vom Flyer über die Visitenkarte, Standmieten für Ausstellungen und Märkte und nicht zuletzt auch der Verkauf durch Andere, beispielsweise auch diese Plattform...
(Provisionsanteile, Einstellungsgebühren?...)

Silke von two lives Einklang

twolives 03.10.2008 13:58

elfenwind

Und wenn man "freiberuflich" tätig ist, also seine Krankenversicherung, Rente, Einkommenssteuer etc. selbst bestreitet, darf man diese Kosten auch nicht vergessen- somit sind wir bei einem (niedrig gerechneten) Stundensatz von mind. 15-20€... brauche ich nun für ein handgefertigtes, liebevoll designtes Teil nun mal 3 Stunden (kommt vor...), so kostet dann das gute Stück locker seine 70-80€ (Deine Angaben einfach mal hypothetisch mitaufgeschlagen, liebe Lisa), das DANN hier niemand mehr kauft.

Soviel zur Theorie :-)
LG Sanne *aus der Praxis*

elfenwind 04.10.2008 12:00

Tagesmutter

Muß elfenwind zustimmen!Das kommt nicht hin!Lg.Marita

Tagesmutter 04.10.2008 22:27

Nadira

Jaja, ich kenne das... Warum macht man´s dann überhaupt?
Ich denke, das ist eine innere Berufung, und immer noch die Hoffnung, daß bessere Zeiten komme, und man irgendwann - wie auch immer - davon leben kann.
Daher hoffe ich, daß wenigesens DaWanda mit seinen Gebühren noch ne Weile gnädig mit uns bleibt.

Toi toi toi allen Kreativen,
Andrea

Nadira 05.10.2008 12:56

elfenwind

@Nadira Du hast vollkommen recht-ohne Idealismus und den tiefen Glauben an "DIE SACHE" würden wir nichts zustande bringen :-)

Nur lässt sich sowas leider nicht in Zahlen ausdrücken...

elfenwind 05.10.2008 15:35

sovielschoen

na ja, aber einige der anbieter hier sollten/könnten sich zu den ersten 4 punkten mal gedanken machen :(
wenn ich manche preise sehe wunder ich mich, wo die das rechnen gelernt haben. die decken ja nicht mal die provision ab, geschweige denn materialwert etc. pp...
selbst wenn das ausgeleierte argument kommt - ich mach das ja nur aus hobby - wäre mir persönlich meine arbeit und meine freizeit doch ein bisschen mehr wert.
und das mit dem stundenlohn ist in der tat die gumminummer - schön wäre es, wenn man auch nur ansatzweise den aufwand der tatsächlich benötigten zeit mit einfließen lassen könnte.
das aber ist ein ding der unmöglichkeit.
zu 98% zumindest.
grüße, viola

sovielschoen 05.10.2008 17:53

sovielschoen

5 punkte! wer lesen kann ist klar im vorteil :)

sovielschoen 05.10.2008 17:53

Sonnchen

@sovielschoen: "die decken ja nichtmal die Provision ab" - die ist doch hier prozentual, wie soll das denn gehen?
"Wo die das rechnen gelernt haben" - Ich sehe das bald als Beleidigung (denn mir wurde auch schon vorgeworfen meine Waren wären viel zu billig, da müsste doch irgend ein Haken dabei sein): ich bin Diplommathematikerin.
Ich habe nunmal nicht das Privileg von meiner Kunst leben zu können, sondern muss hauptberuflich etwas anderes machen (wie viele andere hier auch) - oben wird doch extra erwähnt dass in der Kalkulation ein entscheidender Unterschied zwischen Hobby- und Berufs-Designer besteht:
keine Werkstatt mit dazugehörigen Kosten,
keine der o.g. Kosten, die Freiberufler haben (da ich nicht entsprechend ausgebildet bin, darf ich laut Gewerbeamt nicht Freiberufler sein mit meiner Kunst, sondern nur Kunstgewerbler) außer dass der Gewinn bei der Steuererklärung angegeben werden muss,
keine bis wenig Werbungskosten usw.
Materialwert wird man ganz sicher einkalkulieren, den hat man ja schon ausgegeben und bleibt sonst auf den Kosten sitzen (ebenso wenn man nichts verkauft).
Bei der Arbeitsleistung wird es schwieriger: Welchen Stundenlohn kann man ansetzen? Ich habe eine Formel bei meiner Kalkulation verwendet, die ich in einem Bastel-Forum gefunden habe (wie gesagt, nicht allzu teuer) - kaufen will es trotzdem keiner.
Soll man wirklich mit den Preisen hochgehen, damit der Käufer denkt, das ist was ganz Exclusives, und es kauft? Ich denke nicht, dass das so funktioniert, ich würde ja selbst soetwas nicht kaufen - aber vielleicht bin ich hier zukünftig tatsächlich falsch...
Liebe Grüße Birgit

PS: Apropos Steuererklärung: Das ist der große Haken am nebenberuflichen Verkaufen. Da deren Gewinn auf den normalen Lohn/das Gehalt (und das des Ehemannes) draufgerechnet und dann zusammen versteuert wird, lohnt sich ein Gewinn nicht wirklich - da ist ein Nullsummenspiel günstiger.

Sonnchen 07.10.2008 17:24

broschenmanufaktur

Ich finde das auch schwierig mit den Preisen. Ich halte meine eher günstig, weil ich ohnehin abends herumwerkele und die Materialien meistens sehr günstig erwerbe oder geschenkt bekomme. Früher landeten alle Sachen in einer Kiste mit dem Ziel, irgendwann mal einen Stand auf dem Flohmarkt zu machen. Jetzt freue ich mich, wenn ein Paar Ohrringe Geld für neue Materialien einbringt. Einen Stundenlohn berücksichtige ich bei diesen Dingen nicht...
LG, mona

broschenmanufaktur 09.10.2008 08:09

MinnieMaus

Wenn ich für meine Socken einen Stundenlohn ansetzen würde, dann müsste ich für ein Paar in mittlerer Größe schon an die 50 Euro nehmen. Wer würde das noch kaufen? :-)Aber für Leute, die davon leben wollen/müssen, ist die Rechnung schon richtig. Da muss man schon alles in Betracht ziehen, die Ausrüstung, Lagerplatz, Stundenlohn, und... und... und... Schön, dass ich einfach nur gerne stricke und daher schöne Handarbeiten zu moderaten Preisen anbieten kann.
LG
MinnieMaus

MinnieMaus 10.10.2008 11:17

CreativeConcept

Hallo zusammen.
Wenn ich hier so manche Einstellungen zur Preisgestaltung lese verstehe ich die Welt nicht mehr. Wie kann man auf die absurde Idee kommen seine Artikel um jeden Preis abgeben zu müssen? Ja sogar noch draufzulegen? Das ist doch nicht normal. Auch wenn die vorschreibende Mathematikerin da ihre sehr eigene Ansicht hat. Wenn Kunden einen Artikel nur unter der Bedingung kaufen, daß sie dem Verkäufer damit Schaden zufügen, handeln sie wissentlich asozial! Habt ihr euch mal vor Augen gehalten: die investierte Zeit ist ein Teil eurer Lebenszeit. Die seit ihr bereit zu verschenken? Unbegreiflich. Auf der anderen Seite zahlt ihr aber fleißig, wenn es um Materialbeschaffung, Strom, Miete, Werkzeuge, etc. geht. Da kann doch was nicht stimmen. Übrigens->
Es gibt rechtlich gar keine Hobbyverkäufer. Jeder, der nachhaltig Waren anbietet, ist ein Händler! Hier bietet jeder seine Sachen sogar in einem Shop an - muß man doch nicht weiter erklären, oder? Steuerrechtlich ist hier grundsätzlich jeder Händler, die Höhe und Art der Besteuerung ist eine andere Geschichte. Also-stellt euer Licht nicht unter den Scheffel, das habt ihr nicht verdient.

CreativeConcept 11.10.2008 05:09

Pinkus

Hallo,auch ich muss mich mal zu diesem Thema melden.Ich möchte in Zukunft bei DAWANDA verkaufem, und habe mir auch Gedanken über die Preise gemacht.Ich bin der Meinung, das man sein Licht nicht unter den Scheffel stellt, wenn man günstig verkauft.Ich bin bereit, Zeit zu verschenken, denn in dieser Zeit hatte ich meinen Spass.Wenn ich dann noch ein bißchen Geld dafür bekomme ..umso schöner! Dabei muss man auch nicht vergessen, wieviel die "Zutaten" kosteten!Aber einen Stundensatz von 15-20 Euro erreicht man mit selbstgestalteten Dingen einfach nicht!Da muss man eher auf Massenproduktion umsteigen ...und nicht bei DAWANDA verkaufen wollen.

Pinkus 11.10.2008 22:19

leni-design

hallo :)

ich arbeite seit 9 jahren als freiberufliche künstlerin. ich habe die erfahrung gemacht, dass man "klein" anfangen sollte, um nachher "groß" rauszukommen :)

natürlich kommt es immer auch auf die menge der verkäufe an, das material, das benutzt wird etc.

jeder muß da für sich den besten weg finden, doch mein tip an alle, die von der kunst oder einem "hobby" leben wollen: lieber kleine schritte gehen zu anfang, als gleich die großen sprünge zu wagen.

ich wünsche allen viel erfolg und vor allem spaß!

liebe grüße, eure
leni

leni-design 14.10.2008 17:01

Schmucklust

Hallo Ihr Lieben,
super Diskussion, die genau meinen Zwiespalt widerspiegelt. Also, echten Stundenlohn ansetzen geht kaum, da ist Hobby finanzieren schon der bessere gedankliche Ansatz. Wobei ich dann mit den Zweifeln kaempfe, wozu ich das alles mache... Leni - Deinen Kommentar finde ich klasse - klein anfangen. Hast Du auch ein bisschen Erfahrung, wie lange die Fortschritte dauern, damit ich mich ein bisschen darauf einstellen kann? Danke fuer Euere emotionale Unterstuetzung. BB

Schmucklust 15.10.2008 13:38

leni-design

an schmuckkunst: wie lange es jeweils dauert, ist schwierig zu sagen. bei mir ging es damals furchtbar schnell. ich war zum teil aber auch damit überfordert. es waren die anfangszeiten von eBay und ich habe dort als malerin meine bilder angeboten. hier bei dawanda verkaufe ich nur nebenbei. grundsätzlich gilt bei selbständigkeit aber folgende regel: ein halbes jahr sollte man einplanen für werbung etc. und man sollte auch mal etwas investieren (wenn möglich) in werbung. es zahlt sich nachher aus. aber wie gesagt: lieber kleine schritte, als sich zu übernehmen.

gruß an alle,
leni

leni-design 15.10.2008 20:19

moni57

Hallo auch,
ich denke, das dieses Thema nicht nur den Verkäufern hier etwas angeht, sondern auch die Käufer, die sich nur selten Gedanken über diese Dinge Machen. Sie sehen nur die Preise. Sicher hat Creative Concept Recht, wir sind wohl eher alle rechtlich gesehen Händler, doch die Käufer bemessen dieses oft genug mit zweierlei Maß. Ein Händler muß, zumindest hier in de E-Shops, gute Ware haben und darf nicht teuer sein. Hier im Net ist es doch änlich, wie auf dem Flohmarkt oder den Ständen einer Ausstellung oder Börse, gute Ware und fast geschenk muß es sein. Jeder Händler, der ein Geschäft hat, setzt seine Preise fest und sie werden akzeptiert. Kaum einer wag da noch zu handeln, während man sonst, die noch so niedrigen Preise zu drücken versucht.

Ich sehe meine Arbeiten einerseits als Hobby an und da ich ja schon in Frührente mußte ist es für mich ein sehr kleiner Nebenverdienst und eine sinnvolle Arbeit, die mir Spaß macht und manchen Kunden Freude bringt. So kann ich meine Kosten nie so berechnen, wie es ein Händler machen muß, der davon leben muß.

Ich kann nichts verschenken, aber ich möchte auch nicht alles in meine Berechnung einbeziehen, denn dann würde ich auch nichts mehr verkaufen, wenn ich es täte. Allein mancher Zeitaufwand würde dann den Preis derart in die Höhe treiben.

So freue ich mich eben halt, wenn ich mal etwas verkaufe und jemand Freude an meine Sachen hat.

moni57 18.10.2008 19:50

traum7

ich versuche die Preise so zu gestalten, das das Preis / leistungsverhältnis stimmt und setzt sich zusammen aus 19 % Mehrwertsteuer
Material und Zeitaufwand + BETRIEBSKOSTEN
( monatlich ca.900

traum7 21.10.2008 11:14

anice

Wenn ich etwas verkaufe, möchte ich doch einen Gewinn machen. Wie hoch der sein soll, muss jeder für sich selbst entscheiden. Plus minus null ist doch nicht Sinn der Sache. Wird etwas hergestellt erhöht sich auch der ideelle Wert, es ist ja dann nicht mehr nur Material. Preiskalkulation ist eben eine verzwickte Angelegenheit.

anice 27.10.2008 19:53

maedchensachen

Hallo!Ich neige auch dazu meine Sachen eher günstiger anzubieten...Aber habt ihr Euch mal die kleinen "Designer-Läden" in Hamburg, Berlin oder sonst wo angeschaut, was ihr da für gleich oder minderwertige Artikel bezahlen würdet?
Etablierte Labels, oder Designer mti einem eigenem Laden können diese Preise erheben, weil sie ja "Desugner" sind. Aber seid Ihr nicht auch Designer, denn schließlich vekauft Ihr unter anderem eure Ideen, die im besten Fall noch niemand vor Euch hatte und die außergewöhnlich sind!
Theoretisch sollte man diesen doch großen Anteil der Arbeit doch auch bei der Preisgestaltung berücksichtigen, oder?
Stellt sich nur die Frage, ob die Käufer das auch so sehen....

maedchensachen 31.10.2008 22:44

bini69

Als ich über meine Preisgestaltung nachgedacht habe, floß da nicht nur das Material und die Zeit ein - nein, bei meinen Bildern sehe ich das auch so, daß ich ein Ergebnis verkaufe.
Ein Bild - wie bei mir - ist für mich nun mal auch ein Einrichtungsgegenstand.
Ein (nach meiner Ansicht nach) gutes Ergebnis setze ich daher preislich höher an, ein Bild, was mir persönlich nicht so gut gefällt, natürlich niedriger.

Denk doch mal über andere Berufe nach, die "Kreativität" u.a. erfordern: z.B. Unternehmensberatungen - die haben in ihren Stundenlöhnen bereits die Qualität ihrer Arbeit - also direkt ein Ergebnis - mit eingebunden.

Ich bleib dabei - ich verscherbel meine Werke nicht.
Zudem trenne ich mich von vielen Bildern nur ungern - der mangelnde Platz nötigt mich dazu - und der Preis ist dann das Trostpflaster, mich von "meinen Werken" zu trennen...

bini69 01.11.2008 20:25

Antjes

Ein Wort möchte ich zu den Käufern sagen: Ich denke, die Käufer kaufen bei dawanda, weil sich die Produkte von der breiten Masse abheben. Hier gibt es Sachen, die es sonst nirgends gibt, sehr kreativ und "mit Liebe gemacht" sind...so heißt es doch?! Der Preis für die Produkte ist auch eine Anerkennung für die Leistung, das Können und die Idee. Und natürlich soll er die Kosten decken. Die Preisgestaltung ist eine schwierge Gratwanderung aus allem, aber ich sehe es genauso, dass wir unser Licht nicht unter den Scheffel stellen sollten.

Antjes 03.11.2008 08:03

die-lederkiste

Diese Diskussion finde ich sehr interessant! Ich habe erst jetzt nach Kinderpause wieder angefangen mehr kreativ zu nähen und war erst mal geschockt von den Materialpreisen. Ich lebe hauptsächlich von Reparaturen und Änderungen, meine Ideen nähe ich in meiner "Freizeit", aber ist diese Zeit nicht genauso viel wert wie meine Arbeitszeit? Klein anfangen stimmt, aber mit der Zeit entwickelt man doch einen gewissen Marktwert, wenn man Dinge herstellt, die anderen Menschen gefallen. Und kreative Köpfe machen die Welt schöner, dass sollte auch einen Wert haben. Also versuche ich meine Preise nicht nur nach der BWL Planung zu gestalten, sondern kalkuliere einen kleinen Teil für meine Idee mit ein. Hier bei DaWanda gibt es so viele schöne Dinge und so viele tolle Ideen, da sollte man doch auch mal ein paar Euro mehr für bekommen, als wenn man im XY-Laden von der Stange kauft.

die-lederkiste 13.11.2008 22:11

tiwo17

Liebe Leute,
...interessant, die unterschiedlichen Meinungen! Ich habe z.B.auch damals bei ebay mit nem`kleinen shop angefangen und doch ziemlich schnell festgestellt, das es nicht das Portal für mich ist, außer ich will selbst ein Schnäppchen machen.....ganz abgesehen von den "gierigen Gebühren" und mehr...
ich war happy, als ich auf DaWanda gestoßen bin und hoffe nur, das es hier nicht in die gleiche Richtung geht!!
Fakt ist, das DaWanda Kunden ganz gezielt hier einkaufen, weil sie der ganze Massenkonsum anödet und etwas wirklich besonderes bekommen....bitte noch viel, viel, viel mehr von den tollen Kunden !!!

tiwo17 14.11.2008 15:24

Ikkas-Kinderkram

Ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschliessen, den eigentlichen Wert für die erstellten Stücke würde ich nie erzielen können. Das ist aber auch nicht mein Ziel. Ich nähe zum ausgleich des Alltags, bin glücklich wenn ich handarbeite oder male... Doch wohin damit, da ist es doch schön, wenn andere sich daran erfreuen, und ich selber zumindest einen mini Gewinn mache. Denn wie gesagt, es ist ein Hobby und (für mich) kein Beruf von dem ich leben muss - denn dann würde ich auch bei höheren preisen sicherlich verhungern...(grins)
Natürlich ist es erfreulich, wenn andere Menschen kreative Ideen zu schätzen wissen...
in diesem Sinne, viel erfolg und eine besinnliche Adventszeit!!!

Annika

Ikkas-Kinderkram 20.11.2008 14:18

regenbogenperle

preiskalkulation ist wohl das schwierigste thema überhaupt!! man muß sich selbst und seine arbeit einschätzen und dann den richtigen satz für sich finden.
am wichtigsten ist, und da bin ich ganz sicher, werbung, werbung, werbung....!
empfehlenswert ist es auch jede preiskategorie im shop zu haben, so dass jeder was finden kann und nicht das gefühl hat das ist alles nur für die "oberen zehntausend". ich hab einen schmuckdesignladen gleich in der straße, die betreiberin macht sehr hohe preise und hat immernoch die gleichen sachen im fenster wie bei der eröffnung vor 2jahren. also wer kauft bei ihr? leute wie du und ich? da hat man ja garkeinen anreiz rein zu gehen wenn einen die preise im schaufenster schon erschlagen und quasi sagen "für dich gibts hier nix".
meine preise sind gemischt,und meine modelle auch, es ist also für jeden was dabei. bis jetzt hab ich auf märkten verkauft und dort hat das konzept funktioniert.
ich wünsche euch allen eine schöne vorweihnachtszeit, viel glück und erfolg (nicht nur bei dawanda)
kissie
sanza

regenbogenperle 23.11.2008 15:18

Motte007

eigentlich schon traurig, das heutzutage echte handarbeit und kunsthandwerk sich so unterm wert verkaufen muß! aber bei dem niveau der heutigen mainstream-popstars-no-taste-gesellschaft kein wunder. und diejenigen die die wertschätzung haben sind am ende meist die, die sich die sachen, wären sie "NORMAL" teuer, nicht leisten können. das ist übrigens nicht nur in good-old-germany so... ich lebe seit 3 jahren in griechenland. meine devise: nur nicht aufgeben TROTZDEM kreativ sein... iss doch schonmal super, das es dawanda gibt und damit ja auch eine plattform, auf der wir uns auch mal auskotzen können... 8)=)

Motte007 24.11.2008 15:43

alte-polterei

Hallo Ihr da oben,
ich Grüße alle die noch die gute alte Handwerkskunst beherschen und vorallem die Kunst des verkaufens können.
Ich bin neu hier.
Gruß Silvester

alte-polterei 24.11.2008 16:56

happycat

Ja,auch ich bin neu und befinde mich in vielen Fragen zum Preisniveau von diesem und jenem Artikel.
Mal sehen was "meine Fans" am Ende kaufen?
Alles Erfolgreiche euch Versierten.
Grüße euch

happycat 25.11.2008 21:34

vivaidee

Ich glaube, dass hier einige die Artikel unter dem Wert verkaufen und auch noch drauf zahlen, liegt daran, dass einige einfach stolz drauf, dass jemand ihren Artikel toll findet und das ist genug lohn. Leider zum Nachteil anderer. Ich versuche auch meine Preise zu halten, ich entdecke aber immer wieder Leute die die gleichen Produkte anbieten wie ich, nur 80% günstiger. Ich würde drauf zahlen, wenn ich das tun würde.

vivaidee 26.11.2008 15:36

alte-polterei

Es gab mal eine Künstlerin an der Bergstraße sie war in der Malerei tätig.
Sie schuf ein Bild nach dem anderen aber keiner oder nur wenige Leute
Interessierten sich dafür.
Irgendwann überlegte Sie nach Amerika zu verkaufen und siehe da,die Amis
Kauften Ihre Kunst ab.
Sie ging dann auch nach Amerika und Lebt dort.
Und der Witz ist- der Deutsche Michel Kauft jetzt auch die Bilder die aus Amerika kommen
und eigentlich von einer Deutschen Künstlerin geschaffen werden.
Fazit; alles was aus dem Amiland kommt ist gut und das will der Deutsche Michel.
Ein Künstler hier um die Ecke ist hier in unserer Gesellschaft verpönt und wird nur in den wenigsten Fällen von den Leuten anerkannt.
Meist heißt es > und wieder einer oder eine die sich Selbstverwirklichen will.
Was aber für eine Arbeit hinter jedem Kunstwerk ist weiß oder will keiner wissen.
Egal Hauptsache es kommt vom Amiland .
Also Ihr lieben Künstler und freunde der Kunstschaffenden sucht euch ein Bekannten
in Amerika > schickt dem dann eure Kunst > und der stellt diese dann in die Auktionsplattformen ein und schon sagt der Michel,jetzt habe ich was aus Amerika.!
Das gilt auch für mich.

alte-polterei 01.12.2008 19:35

Tuki

Ich versuche meine Preise so anzusetzen, dass ich die Materialkosten decke und meiner Idee einen Wert gebe. Ganz wichtig ist mir auch die Arbeitszeit, die ich für die Herstellung brauchte. Ich sage mir immer, ich bin nicht bereit, nach dem Beispiel des 1-Euro-Jobs zu arbeiten. Trotzdem habe ich die Arbeitszeit entgeltlich nicht so hoch gesetzt, wie ich normalerweise in meinem "richtigen" Job verdiene. Ich bin aber auch nicht bereit, meine Stücke zu verscherbeln, dazu sind sie mir zu kostbar. Ich finde meist das Ergebnis so schön, dass ich mich sowieso nur ungern von den Stücken trenne, bin aber auch stolz drauf, wenn es jemand so schön findet, dass mir das abgekauft wird. Da muss mich der Preis wenigstens zufrieden stellen.
Bei dawanda bin ich jetzt 5 Monate und ich habe hier zwar noch nichts verkauft, aber in meinem privaten Umfeld finde ich ab und zu doch mal einen Käufer oder Käuferin.
Dawanda ist aber eine schöne Plattform, um sich mal mit anderen Künstlern auszutauschen.
Ich finde es absolut wichtig, seine Arbeiten nicht unter Wert zu verkaufen. Billig-Produkte aus China lassen sich doch auch nicht mit unseren aufwändigen Handarbeiten vergleichen, dazu sind sie doch wirklich zu schade.

Tuki 02.12.2008 22:54

bastelspass

Na Gott sei Dank habe alle das Problem mit den Preisen. Ich dachte schon, nur mir geht`s so.Ich wundere mich auch manchmal wie billig einige Leute Ihre Waren verkaufen. Ich versuche günstig, aber nicht unter Wert zu verkaufen. Die Arbeitszeit nicht mitgerechnet. Auch über Portokosten kann ich manchmal nur staunen- bei Kleinprodukte, die ich nun mal überwiegend im Angebot habe kann ich nun mal nicht umsonst versenden.Schade das reine Handarbeit nicht immer geachtet wird- Billig ist wichtiger.

bastelspass 17.12.2008 12:51

SILKERAMIK

Wenn ich die Beiträge hier so lese, scheint mir das Thema Konkurrenz ein heißes Eisen.
Ich finde es schön, wenn Leute mit wenig Geld ein schönes einzigartiges Stück für sich finden. Aber mal ehrlich: Wie es sich 3 Beiträge weiter oben bei Vivaidee bereits andeutet: Wenn ähnliche (schlimmstenfalls abgeschaute) Produkte von HobbywerkerInnen unter Wert auf der gleichen Plattform angeboten werden, kann bei der verbreiteten Geiz-ist-geil-Mentalität diejenige, die davon leben will hier bald einpacken.

Insofern sollten sich HobbywerkerInnen m. E. fragen, ob / inwieweit sie selbstgeschaffene Arbeitsplätze hier bei DaWanda gefährden ... und entsprechend verantwortungsbewußt handeln.

Meine Idee für alle die aus steuerlichen Gründen nicht mehr Geld verlangen: Den Preis trotzdem anheben (z. B. auch die Arbeit einrechnen) und die höheren Einnahmen an gemeinnützige Einrichtungen spenden. Die Spenden wiederum von der Steuer absetzen ;o)

Herzlichste Grüße Silke

SILKERAMIK 19.12.2008 14:56

Glaselse

Seit ich DaWanda kenne, wundere ich mich über einige Preise. Es gibt wunderschöne Arbeiten, die richtig viel Mühe gemacht haben und es gibt reine Bastelarbeiten, die Freude gemacht haben. Fixkosten hat jeder, auch wenn es die "private Miete" zu Hause an dem Stückchen Basteltisch + Strom ist- soweit dazu, wenn einige behaupten, keine Kosten zu haben....
Habt Ihr keine oder geringe Kosten, so hat sie doch DaWanda für uns. Und erhebt von uns sozusagen eine "Miete" für jeden kleinen "Laden", in dem wir dann unsere Waren, Produkte, Bastelarbeiten usw. "feilbieten" dürfen. Wer ein Problem hat mit der Gestaltung seiner Preise - stellt Euch doch nur eineinziges Mal auf einen Markt und bietet den Leuten Eure Produkte an! Das ist nicht einfach, abgesehen von der Zeit, die man dafür aufwenden muß. Es ist nicht immer klar, dass immer alles sofort verkauft wird. Es braucht Zeit! Es braucht den Kunden, der gerade in diesem Moment gerad DAS kaufen möchte! Und da haben wir bei Dawanda den Vorteil, ausstellen zu können, geringe "Ladenkosten" zu haben und über das Internet eigentlich einen riesigen Kundenkreis ansprechen zu können. Manchmal hast Du Deinen realen Laden super gestaltet, fantastische Ware ist ausgestellt - zu geringen oder zu hohen Preisen. Wenn keiner kommt, der es sich ansieht - kannst Du mit niemandem darüber sprechen, verkaufst Du nichts und hast trotzdem Kosten. Das kann uns hier auch passieren, aber wenn sich alle an den Kosten von Dawanda beteiligen, wie es angedacht ist ab Januar, können wir besser vermarktet werden und es gucken mehr Leute auf die Seite.
Ganz abgesehen von der MWSt., die nun mal für einen "Mehrwert" oder "Umsatz" gesetzlich festgelegt ist.

Glaselse 29.12.2008 14:12

DasSteinReich

Jetzt habe ich fast alle Beiträge gelesen und muss mich über manche Einstellung der Hobbyhanderwerker(innen) hier schon sehr wundern. Anscheinend ist bisher nicht aufgefallen - oder interessiert es nicht? - dass man mit Preisdumping ganze Existenzen gefährdet. Den Beitrag von Silke unterschreibe ich mit; er ist so mit der Beste zum Thema hier.

Leider lebt immer noch die Ramsch- oder auch Geiz-ist-Geil-Mentalität in vielen Käufern; nicht nur hier. Angeblich hat man kein Geld, aber für Ramsch reicht es dennoch...

Trotzdem würde ich selbst niemals Billigware herstellen oder vertreiben. Günstig bedeutet zwar nicht automatisch Ramsch, doch wieviel Qualität kann man im 1-€-Laden erwarten?

Und falls auch Käufer hier mitlesen: überlegen Sie doch einmal (selbstkritisch), wieviel Ramsch Sie schon in Ihrem Leben für sich oder andere gekauft haben. Und weiter: wieviele Produkte hätte man davon kaufen können, die einem dann wirklich langfristig Freude bereiten? Das hat auch nichts mit überteuerten Waren zu tun, sondern mit einer realistischen Preisgestaltung.

Wünsche allen Händlern gute Umsätze in 2009 und allen Kunden Einkäufe mit dem richtigen Positiveffekt an denen Sie viel Freude haben!

DasSteinReich 29.12.2008 19:01

Evebow

hallo zusammen. ich hab nun jeden beitrag gelesen und ist ein thema das ich schon lange kenne. als ich noch einen blumenladen hatte, stellte ich bei jeder meinen eigenkreationen die frage was ich dafür verlagen kann. immermehr habe ich dann unikate von null an erschaffen. meine stücke hatten ihren preis und ich konnte diese auch verkaufen. aber sicherlich auch aus dem grund das man zwar sah das es handmade ist, doch halt in hoher qualität.

wenn ich etwas anfertige bin ich ziemlich pingelig was die verarbeitung angeht. aber vielleicht ist das mit den "billigen" produkten so, das der käufer sich denkt, das ist einfach was gebasteltes.

gebastelt oder hergestellt sind 2 paar schuhe. wenn man bei einem zimmermann einen tisch anfertigen lässt ist dieser im gewissen sinne auch "gebastelt" - doch der kostet auch mehr als ein billig ikea laufband tisch.

ich bin also absoult der meinung das handgemachtes oder gar UNIKATE, einfach ihren preis haben und wohl für schnäppchenjäger nicht das ideale ist. manchmal muss man sich halt auch als käufer die frage stellen, wenn man das selbst machen würde, wie viel man selbst verlagen würde. auch zu berücksichtigen ist die beschaffung der ware. gerade speziellere dinge findet man nicht an jeder ecke. das sehe ich bei meinen sachen selbst, einiges lasse ich sogar aus dem ausland einfliegen weil es diese dinge sonst nicht gibt.

die zeit der herstellung sollte jeder verrechnen. ich habe selbst einen laden, arbeite 7 tage die woche und meistens zwischen 10-14 stunden am tag. aber das kann ich so auch nicht verrechnen, zumindest nicht total, sonst hätte ich alles wucherpreise. aber ich habe vielleicht einfach ein anderes verhältnis zum preis, wenn man immer und überall eigentlich am arbeiten ist. sogar in den ferien, den wer selbständig ist hat nie ferien.

ich habe eine freundin die hat auch schon hier auf dawanda eingekauft. ich hab mir die produkte angeschaut und mit dem preis verglichen. und manches ist echt eine bastelei und demetsprechend schlecht verarbeitet.
ich selbst würde sowas niemals verkaufen. und vielleicht ist manchmal dies ein problem für den käufer, die qualitätsprodukte vom "gebasteltem" zu unterscheiden. manches kommt hoch professionell daher und wenn mans in den händen hat ist die enttäuschung da.

ich bin erst seit gestern hier angemeldet und habe noch fast nichts im shop, nach langem hin und her ob ich mir den aufwand aufhalsen soll. den das ist auch nicht zu unterschätzen.

was für einen preis man macht, muss wohl jeder selbst wissen. ich bin von meiner arbeit überzeugt und zufrieden, kenne die qualität der rohprodukte und woher sie kommen. und so gestalte ich meine preise. auch ich will mich und meine idee nicht unter dem wert verkaufen. es gibt genügend firmen die leben davon ideen zu verkaufen - die sind nämlich nicht selbstverständlich.

ich danke euch für die einblicke in euere sichtweise und wünsch euch nen guten rutsch ins neue jahr.

Evebow 30.12.2008 12:17

Muazzez

Auch hier mal Butter bei de Fische! Wenn ich für meine Sachen auch nur ein viertel von dem als Preis verlangen würde, was sie wert sind, bräuchte ich hier überhaupt nicht mehr mitzumachen. Ich denke, es geht den meisten ebenso, wir alle verschleudern hier unsere kostbaren, zumeist qualtativ gut bis sehr guten Kreationen eigendlich nur aus Fun! Ich glaube nicht, dass hier irgendjemand von seinem Dawanda Einnahmen existiert. Ganz im Gegenteil, die meisten legen eher noch drauf. So! Und damit das ja nicht abreißt, kommen bald auch noch die Gebühren mit Zeitbegrenzung hinzu.

Aber der Fun ist es auch wert.

Muazzez 05.01.2009 06:57

oifloria

Ich seh hier einige, deren Produkte unter dem Materialwert liegen. Investierte Zeit für Ideenfindung, Herstellung und Verkauf mal ganz beiseite gelassen. Und an die richte ich meine Fragen:

Wird euch das als Therapie von der Krankenkasse bezahlt?

oifloria 16.01.2009 20:36

Rosnic

Ich nicke kräftig mit dem Kopf! Wir sollten endlich mal unsere Sachen wieder mit Wert verkaufen. Dieses ewige "es-geht-noch-billiger" nervt - bitte liebe Freunde der schönen handgefertigten Dinge: Würdigt die Handarbeit und das Kunsthandwerk und kauft einfach mal die etwas teureren, dafür aber liebevoll hergestellten Arbeiten!!!

Ich habe mich vor 1,5 Jahr mit Häkeldesign selbständig gemacht und finde hier viel zu viele Hobby- und Schnäppchenanbieter. Ich finde, Dawanda sollte anders sein als Ebay...

Hoffentlich finden sich hier noch einige Lösungen, die die Qualität von den Dawanda-Produkten und ihre Preise wieder auf ein vernünftiges Maß bringen!

In diesem Sinne, viel Erfolg!

Rosnic 20.01.2009 09:48

arianelulu

Schön zu hören, das es "vernünftige" und "logische" Handwerker und Künstler gibt(auch ohne Mathediplom) ! Schade aber, dass so viele sich nicht bewusst werden, was sie sich und Anderen antun, wenn sie super billig verkaufen. Es gibt doch gerade in Deutschland die Polemik mit den Polen die für 3,- Euros arbeiten , damit Arbeitsplätze kaputt machen - das schockiert. Dass aber unsere lieben (eh schon ausgenutzten) Hausfrauen für 0.0 oder drunter arbeiten interessiert niemanden?
Hier in Frankreich gibt es einen Mindestlohn von rund 8,- euro. Meine Putzfrau kostet mich 16,20 damit sie letztendlich 10 euro auf Ihrem Konto hat (= 8,- euro stundenlohn zwei euro anteiliges Urlaubsgeld, 6,20 für Sozialleistungen und Krankenkasse). Auch wenn mir meine Kreationen mehr Spaß machen als Putzen, sehe ich nicht ein, als diplomierte Architektin und freiberufliche Künstlerin, weniger als meine Putzfrau zu verdienen!!! (Nichts gegen meine Putzfrau – ich verehre sie und bin ihr sehr dankbar!!!)
Liebe Frauen lasst endlich eure Arbeit als solche anerkennen und verlangt was ihr verdient!!!

arianelulu 22.01.2009 10:09

arianelulu

Jetzt war ich so in Revolution, das ich ganz vergessen habe zu erwähnen: ich rechne mit einem Stundenlohn. Ich berechne auch meine Ideen, meine Nebenkosten, Materialkoste usw.. Den so errechnete Preis stelle ich dem Endprodukt gegenüber. Dann kommt es darauf an, wie zufrieden ich mit dem Design bin und zu welchem Preis im Allgemeinen dieses Produkt angeboten wird. Diese Erwägungen führen mich dazu den Preis auf- oder abzuwerten. Das Wichtige dabei ist die Mischkalkulatur. So kann ich meist in allen Preislagen etwas anbieten. Meine Gewinnspanne ist mal mehr mal weniger hoch aber im Durchschnitt komme ich auf meine Kosten und verdiene aussreichend.
Noch ein Letztes: ich habe auch schon Produkte, die ich einfach nicht los wurde (obwohl super günstig), im Preis angehoben und siehe da: die Sachen liefen auf einmal!
Außerdem geht ein Produkt in dem einen Shop besser als in dem Anderes (ich verkaufe auch auf Märkten, an Boutiquen, auf Designermessen…). Ich habe (trotz vollwertig kalkulierten Preisen) keine Ladenhüter. Manchmal brauchen die Sachen nur 2-3 Saisons um einen Liebhaber zu finden.

arianelulu 22.01.2009 10:29

Mrs_Monk

Ist ja schon nicht einfach billig oder teuer zu definieren. Wenn ich manche Ohringe sehe mit 2 Perlchen dran für 10,- ist das verdammt teuer, manche sind superschnell gemacht. Ich tue mich sehr schwer mit Materialauswahl uns Farbauswahl, deshalb "bastle" ich viel zu viel (hab ja noch viel mehr als im Shop;-), damit für jeden was dabei ist. Mein Shop sieht aus wie gewerblich, verkauft habe ich so gut wie nichts. Teure Werbung "muss" man kaufen, weil man nach einem Tag schon auf Seite 60 ist. Wer soll das noch finden? 2000 Einblendungen auf Logenplätzen für 5,- waren nach 2 Tagen vorbei, angeklickt habens 8 Personen. Macht keinen Sinn (die Einblendungen laufen wohl auch Nachts), mein Hobby macht mir sehr viel Spass, das "verkaufen" hier nicht. Weil man nicht weiss wie mans machen soll. Ich habe mich mit den Preisen an anderen Anbietern (die nicht extrem teuer sind) orientiert. Manche überschätzen auch Ihre Werke. Es soll ja eigentlich nicht teurer als im Laden sein, denn dort hat man "richtige" Kosten und "muss" kalkulieren. Habe erst durch zu Zufall vor 5 Monaten bei DaWanda rein-gegooglet, weil ich etwas suchte. Leider muss ich feststellen das hier mittlerweile die gleichen Sachen (Massenprodukte) angeboten werden wie bei Ebay. An manchen ist noch nichtmal etwas dran-gebastelt (100 % identisch). Bei Ebay für Kleingeld gekauft und hier als Product with love weiterverkauft fürs teilweise 10-fache.
Das ist ne Preiskalkulation die sich gewaschen hat!!!!!!!!! Und dann noch privater Anbieter ohne Rückgaberecht. Das ist echt schade und sch.....! Manch einer bastelt Stunde um Stunde und bekommt nur nen Knutscher und nen lieben Kommentar (was ich übrigens ganz süss finde). Naja ich probiers noch eine Weile hier und kaufe noch etwas Werbung um die Konjunktur anzukurbeln.
Auf 10 Stunden werkeln kommen 3 Stunden fotofrafieren, bildbearbeiten und einstellen, plus werbung. Ich denke mit den Materialkosten x 4 ist man gut beraten, teurer sollte es nicht sein.
UNBEZAHLBAR dagegen sind die Glücksgefühle wenn man etwas verkauft, das tut richtig gut.
Stundenlohn kann man eigentlich nicht rechnen, an mancher Kette sitzt man wirklich Stunden und an Ohrringen 10-15 Minuten.
Ruck-Zuck-Arbeit ist nichts für mich, ich will ja keinen Schrott verkaufen, man soll lange Freude daran haben. Auch wenn keine grossen Gewinne drin sind, es ist keine vertane Lebenszeit, weils Spass macht und man wunderbar abschalten kann.
Naja, glaube nicht das mein Beitrag jemandem geholfen hat, aber mir hats gutgetan ;-))
Liebe Grüsse
Mrs_Monk

Mrs_Monk 28.01.2009 20:22

lottastern

also ich muß echt sagen das ich ein wenig geschockt bin über mache aussagen, ich kaufe bei dawanda sehr gern ,aber wenn ich hier lese das "all" die käufer ja so völlig unzuzfrieden sind mit den preise die sie oder andere machen, ja dann verkauft woanders. ich bin nicht reich doch entscheide ich was es mir wert ist zu bezahlen, vielleicht mehr für das eine als für das andere. klar gibt es material preise und alles wird teurer aber wer bitte hat denn schon noch so viel geld um mache preise zu zahlen? wenn ich lese, ich bin jetzt umgezogen weil ich kein bock mehr habe auf massenanbieter, oh mann... hier lesen auch käufer!!!!!!!! nach all den worten hier fühle ich mich als käufer echt schon fast schlecht weil ich ja kaufe auch dinge die vielleicht günstig sind. ich bin dankbar für dinge die ich zahlen kann und freue mich über dinge die auch mal nicht 20 euro kosten. aber sicher der kunde wirds nicht verstehen, der ist ja doof, wie die dame vor mir schreibt.oh mann oh mann.
ich danke allen kreativen die gern ihre kunst, ihre wundervollen dinge verkaufen, großen dank dafür!

lottastern 13.02.2009 09:16

KickysPerlenphantasien

@ lottastern: danke, du sprichst mir aus der Seele. Auch ich war sehr geschockt über so manche Aussage, die ich hier gelesen habe. Absolut überein komme ich jedoch mit Mrs_Monk und dir. Ich bin zu dieser "Designerkunst" gekommen wie die Jungfrau zum Kinde und ich liebe es kreative Dinge zu schaffen. Begonnen habe ich damit, um selbst ein paar schöne Dinge zu besitzen, die kein Anderer hat, Unikate halt. Dass auch Anderen mein Schmuck gefallen hat, hat mich so glücklich gemacht, dass ich fortan keine Blumensträuße mitbrachte, wenn ich zu Besuch kam, sondern eine kleine Aufmerksamkeit aus meiner Bastelwelt. Und wenn ich dann sah, dass diese Dinge nicht in der Schublade landeten, sondern wirklich gern getragen wurden, hat mich das mit Stolz erfüllt. Eine Freundin hat mich dann auf daWanda aufmerksam gemacht und ich hab's einfach mal versucht. Eigentlich habe ich gedacht, hier nur Gleichgesonnene anzutreffen, aber da war ich doch zu blauäugig. So manche "großen" Designer in diesem Forum sollten vielleicht mal darüber nachdenken, dass preiswert nicht gleich billig ist. Ich persönlich lebe nicht davon, weil ich als Witwe mit drei Kindern einfach nicht damit hin käme. Es ist lediglich ein netter kleiner Nebeneffekt, den ich dennoch gut brauchen kann. Preiswerte Dinge, die sich der kleine Mann oder die kleine Frau auch leisten kann, dürfen nicht unterschätzt werden. Ich jedenfalls bin froh, wenn ich hier und da ein "Schnäppchen" machen kann, das ich mir auch leisten kann und von dem ich trotzdem sagen kann: Das ist echte Handarbeit. Und da geht es sicher so manchem Käufer nicht anders. Darum werde ich auch weiterhin meine Preise so kalkulieren, dass ich zwar meine Kosten decke und auch einen kleinen Verdienst dabei heraus schlage aber auch preiswerterer Schmuck wird dann noch lange keine Ramschware sein.
Also allen, die noch mit Liebe kreativ sind und nicht nur aus Profitsucht, viel Erfolg und liebe Grüße

KickysPerlenphantasien 15.02.2009 09:59

lottastern

oh danke KickysPerlenphantasie, es gibt also doch noch kreative mit herz aus weichen stoff die atmen und denken und lieben, gefüllt mit ideen die die welt verändern und das mit herz und gern etwas schaffen um andere zu erfreuen, JA das freut mich sehr! gruß lottastern

lottastern 01.03.2009 09:29

gisakunterbunt

wenn ich wirklich hart kalkulieren würde, Stundenlohn einer Putzfrau, Miete fürs Atelier, Material, Werbung, ich glaube dann würde ich garnichts verkaufen. Es hängt natürlich auch davon ab, welche Zielgruppe ich erreiche und ob jemand wirklich gewillt ist, für ein Accessoir, sprich einen Schal aus Wolle mit Seide, zusätzlich ein Unikat, bereit ist, dann einen so hohen Preis zu zahlen.Also schaue ich, was grade noch so geht.Manchmal schade, aber wenn das dann gekauft wird, ist es halt ein Seelenstreichler.

gisakunterbunt 07.03.2009 12:27

Herzblut

So, jetzt habe ich mich durch sämtliche Kommentare gelesen und die verschiedensten Meinungen aufgesogen. Also, verramschen möchte ich meine Unikate auch nicht. Den realen Wert inkl. Arbeitszeit, ist in heutigen Zeiten aber nicht zu erzielen. Draufzahlen möchte ich aber auch nicht. Ich werde meine Waren weiterhin zu einem fairen Preis anbieten, der meine Ideen, Arbeit und Mühen respektiert. Ich muss nicht von meinen kreativen Werken leben, möchte aber auch keine Existenzen gefährden indem ich Dumpingpreise mache. Dawanda ist für mich schließlich auch Mehrarbeit. Neben aller glücklichmachenden Kreativität muss ich meine Zeit gut einteilen. Familie, Pflichten, Termine etc. unter einen Hut bringen. Mit einer kleinen Handarbeit mal hier mal da komme ich ja auch nicht weiter. Ich glaube das Zauberwort ist, wie so oft, Fairness - und zwar von Verkäufer- und Käuferseite. Auch die Käufer unserer kleinen kreativen Unikate und Besonderheiten sollten adäquate Preise akzeptieren. Noch ein Wort zu den Logenplätzen. Oben beschwerte sich jemand, dass die Logenplätze so schnell verbraucht seien und wohl auch nachts laufen. Also man kann die Logenplätze ja aktivieren und deaktivieren wie man möchte. Ich fahre gut damit, diese Art der Werbung immer zu Zeiten einzusetzen, wenn viele Leute im Netz sind. Man merkt das dann gleich an den hochgehenden Prozentzahlen. So, genug erzählt. Ich bin froh, dass es diese vielen Beiträgen gibt und ich für mich meine Quintessenz daraus ziehen konnte.

Herzblut 17.03.2009 11:58

Bea-design-for-kids

..so dann möchte ich jetzt mal wissen,warum die Hausmütterchen und Hobbyschneiderinnen sich teilweise *saftigere Preise* errechnen als unsereins, der wirklich davon leben will und muss, da kann doch irgendwas nicht stimmen oder????

Bei uns Gewerblichen fallen halt gaaaanz viel höhere Kosten an als bei denen, die das als ihr Hobby ansehen....somit müssen wir schon ganz anders kalkulieren, weil MADE IN GERMANY!!!

Finde es sowieso frech von vielen, hier -zig Artikel einzustellen, und sich dann als Privatverkäufer zu präsentieren!
Das hat nichts mehr mit privaten Verkäufen zu tun.Diese Personen handeln schon gewerblich!
Ich hoffe, DaWanda tut dagegen langsam mal etwas, denn fair ist das wahrlich nicht gegenüber uns Gewerbetreibenden!

So das mußte jetzt auch mal gesagt werden! Das hat mich schon länger verärgert!

Lg Bea

Bea-design-for-kids 23.03.2009 21:08

meinmalwerk

Was heißt hier eigentlich immer “zu diesem Preis kann ich das nicht anbieten, dann würde das keiner mehr kaufen“ oder „wenn ich einen vernünftigen Stundenlohn ansetzten würde, dann würde das keiner mehr kaufen“. Wenn ich das schon höre wird mir schlecht. Ich kann auch Dinge günstig anbieten, ohne mich unter Wert zu verkaufen. Dann stelle ich einfach Dinge her, an denen ich nicht so lange sitze. Die sind dann auch günstiger und wenn ich an meinen Untersetzern eine halbe Stunde arbeit habe, dann kann ich sie halbwegs günstig verkaufen. Wenn ich aber an einer aufwendigeren Hausnummer 6 Stunden arbeite, dann muß ich sie auch zu einem höheren Preis verkaufen. Natürlich werden diese Dinge seltener gekauft, als die etwas günstigeren, aber Liebhaber findet man mit Geduld auch für die Teureren Dinge. Man muß halt klein anfangen und darf nicht erwarten, dass einem gleich alle den Shop einrennen, wenn man mal wieder was einstellt. Was soll immer dieses Gejammer. Ich kann das bald nicht mehr hören. Wir machen uns doch hier teilweise gegenseitig die Preise kaputt, wenn sich die Hälfte der Anbieter unter Wert verkauft. Natürlich will der Käufer etwas günstiges kaufen, da schließe ich mich nicht aus. Aber wenn mir etwas gefällt, entscheide ich mich dafür auch wenn es mehr kostest. Dafür habe ich dann zwar weniger Stücke gekauft, aber habe eine Sache, die mir richtig gut gefällt. Die erfolgreichsten Mitglieder bei Dawanda, sind nicht diejenigen, die sich unter Wert verkaufen... schon mal aufgefallen? Es sind diejenigen, die die einzigartigsten Dinge herstellen und gleichzeitig den Geschmack der Masse treffen und einen fairen Preis nehmen. Und wenn Eure Sachen keiner kaufen will, dann solltet ihr Euch vielleicht mal realistisch überlegen, woran das liegt. Nur ein höherer Preis kann es nicht sein. Wenn ich nun mal den Geschmack der Käufer nicht treffe, dann habe ich halt Pech... Versteht mich nicht falsch... ich liebe es zu malen und es steckt viel Liebe und Herzblut in meinen Artikeln. Aber trotzdem werde ich nicht anfangen, meine Liebe zu verramschen. Wer meine Arbeit und meine Produkte zu schätzen weiß, der wird auch kaufen... davon bin ich überzeugt.

meinmalwerk 27.03.2009 16:30

Die-Klammer-Fee

Es ist , so glaube ich immer ein heiss begehrtes thema wie verkaufe ich nicht nur meine Produkte sondern auch mich selbst.
Wenn frau oder mann noch nicht so versiert sind in dem Kalkül unter Gewerblichen und Privaten eigene Ideen und Produkte zu vermarkten,sollte diese Plattform den Start zunächst als Kaufhaus für jeden Kunden sein, die sich nach einem originellen Geschenk oder anderem wertvollen und handgefertigten Ausschau halten. Nicht jedr bescuht eine Gallerie,Design-Laden oder Modeshop.
In einer Fernsehsendung wurde ich ersmals auf Dawanda aufmerksam und dort wurde es als ein günstiges Kaufhaus für originelle, kunstlerische wertvolle Objekte , die nicht viel kosten müssen- für jedermann/frau offeriert. Eigentlich eine gute Idee ,nur die Preise wurden dort nicht diskutiert.
Ich finde dass diese Preisdiskussion nichts gegenüber den versteckten Gebühren von Internetplattformen und deren Marketing-Strategien sind , denen alle sich unterwerfen müssen, ob als Verkäufer oder Kunde . Sämtliche Kosten die hier sehr theoretisch aber auch aus der Praxis genannt wurden, sind wahrlich nicht zu 100% umsetzbar.
Eine gesunde Mischkalkulation ist in diesem Bereich für Gewerbe und Hobbykünstler sicherlich hilfreich und wie schon erwähnt muss anfangs auch mal ein Minus einkaluliert werden. Ich glaube nicht ,dass alle hier nur mit einem Super-Plus ihre Ideen verkaufen. Wenn ja ,dann sollte nicht gejammert werden ,denn selbst mit der Krise werden hier Produkte an frau/ mann hergetellt und verkauft, die den Alltag versüssen und so manche schlimme Tatsachen abmildern können.
Ich finde allerdings die Mischung von Privat und Gewerblich für Kunden gut ,aber für die Betreiber eher hinderlich und fördert auch immer mehr die Diskussion und die versteckten Preisdiktate. Im Vergleich zum normalen Einkauf muss ich nicht noch ein diebstahls-Rate einkalkulieren wie im Kaufhaus
DGegenüber der Vielzahl von kunst- und hobby- interssierten Kunden und deren Bedürfnisse sollen da nicht auf der Strecke bleiben und dazu gehört auch der "Ramschkunde" mit kleinen Geldbeutel dazu!
Ich schau mir erstmal die Entwicklung an, ob ich einen Nerv treffen werd und folge dem Rat eine Dawanda Künstlerin Zeit, Ausdauer und in Werbung zu investieren!damit es nicht zu einer wortwörtlichen Klammerkrise wird.
...

Die-Klammer-Fee 28.03.2009 07:50

Ambroselli

Hallo zusammen,
habe fast alles von Euch so gelesen und was mir hier an der Stelle fehlt, ist die Einsicht von uns allen, daß der Käufer bestimmt, welchen Preis er zu zahlen bereit ist. Leider sind wir (Deutschen) doch nicht mehr in der Lage, etwas mehr oder den reellen Preis zu zahlen, da der Markt von industriell nicht mehr in Deutschland hergestellten Massenartikeln überschwemmt ist. Alles ist billig , weil Geiz toll ist. Erst hier, wo wir selbst "werkeln", merken wir doch, wieviel wirklich wert die Sachen/Dinge/Disignobjekte sind. Ich glaube, dass sich hier der Ansatz von uns allen ändern sollte, lieber weniger billig konsumieren, dafür mehr in Qualität investieren.

Ambroselli 01.04.2009 12:58

Marlen60

Hallo allerseits
Nun habe ich mich hier durchgewuselt. Geht es hier eigentlich um die Preiskalkulation, oder um Hobby und Gewerbe?
Auch wenn einige meinen Hobbykünstler gibt es nicht und es wären alles Händler. So stimmt das ja nun auch nicht.
Ein Hobbykünstler darf einen Jahresbetrag von 1848 euro nicht übersteigen. Sollte aber einmal im Jahr beim Finanzamt vorsprechen mit Nachweisen aus Einnahmen und Ausgaben. Dadurch ist man auf der sicheren Seite und kann anhand dieser Nachweise selbst ersehen, ob sich der Sprung in die Selbstständigkeit lohnt, oder nicht.
Klar ein Gewerblicher muss seine gesamten Kosten auf seine Artikel umlegen, das braucht ein Hobbykünstler nicht.
Ein Gewerblicher verkauft um zu Leben (Überleben)
Ein Hobbykünstler verkauft, damit die Wohnung/ das Haus sich nicht überfüllt mit eigenen Produkten.
Ein Gewerblicher hat Steuervergünstigungen und kommt zusätzlich an Großhändler ran, wo der kleine Hobbykünstler keine Chance hat, denn der kauft seine Materialien als Endverbraucher von den Gewerblichen und *bastelt* daraus was ihm spaß macht.
Es ist dem Kunden doch selbst überlassen, ob er bei einem Gewerblichen kauft und die Sicherheiten des Widerrufsrecht und der Garantien nutzt, oder ob er bei einem Hobbykünstler kauft und eben das Risiko hat, Schund oder eine tolle Sache zu kaufen.
Die Streitereien über Hobbykünstler oder Gewerbliche habe ich hier nun schon oft gelesen. Immer am Thema vorbei. Dabei nimmt ein Hobbykünstler dem Gewerblichen gar keinen Kunden weg. Und die Unikate, wo kommen denn die meisten her? Da sollte man vielleicht auch mal drüber nachdenken. Ist es nicht so, das so manches Ding vom Hobbykünstler abgekupfert wird und von Gewerblichen in Massenproduktion hergestellt wird?
Einge gehen hier, weil es so sehr differenziert wird. Einer gegen den Anderen. Dabei könnten sich beide Seiten sehr viel geben.
Nun zu den Vorschlägen, was man alles mit in seine Preise beziehen kann/sollte. Ich finde die Vorschläge gut, weil man doch oft einiges vergisst. Letztendlich muss aber jeder für sich selbst bestimmen, was er reinrechnen möchte.
Ich für meinen Teil freue mich, wenn ich meine Materialien (für die ich in jedem einzelnen Fall schon meine 19% Mehrwertsteuer bezahlt habe) wieder herausbekomme um neue Materialien kaufen zu können. Und wenn ich Artikel habe, die über längere Zeit bei mir rumstehen und Platz wegnehmen, verkaufe ich sie auch weit unter Preis. Es steht nirgendwo geschrieben, das ich verkaufen muss, aber ich kann. Und Arbeitslohn in der Größenordnung von 15 -20 Euro zu nehmen, das wäre auf alle Fälle gewerblich.

Marlen60 07.04.2009 08:42

burgfruowe

Hallo, ihr Lieben!
nun bin ich ja auch eine freiberufliche Künstlerin. Lebe mit und von meiner Kreativität, auch wenn oft an der Grenze des Möglichen.
Dementsprechend habe mit auch viele Gedanken über meine Preise und die der anderen gemacht.
Das ist so ein Sache mit dem Handwerk, dabei kann man viel Denken.
Was mich aber jetzt ärgert ist, der Vorwurf der Konkurrenz und das man deshalb über die Anderen schimpft.
Dabei sind es doch zwei Dinge, die uns Kreativen das Leben schwer machen. Zum einen die großen Verkäufer, wie Kaufhäuser und andere Großhändler. Hier kann man mit viel und billig ist gleich großer Umsatz arbeiten. Daher ist der Kunde billig gewöhnt. Verwöhnt sozusagen.
Das zweite Problem ist dann, daß wir Kreativen mit diesem System verglichen werden. Und dann heißt es, warum ist das so teuer??? Das bekomme ich woanders viel günstiger. Ich glaube, daß viele Menschen wirklich den Unterschied nicht sehen. Wo kann man das denn lernen?
Und nun sitze ich in Mitte:
Potenzielle Kunden können nicht sagen, "danke, will ich nicht kaufen, nur ansehen". Also schieben sie den gelernten Grund "zu teuer" vor.
Meine Fachkollegen sagen, du bist viel zu billig.
Der günstiger Schmuck am Nachbarstand aus Indonesien verkauft sich super.
Aber dann kommt doch ein Kundin mit eben diesen Schmuck zu mir, weil er nach zwei Monaten kaputt gegangen ist, hat aber schon diese Jahr dort wieder ein neues Stück gekauft.
Nein, das ist kein Neid, keine Wut, bei mir ist es Trauer, daß ich mir nicht mehr all die schönen Dinge, die Ihr macht ansehen kann, mich einfach nur am Schönen freuen kann, ohne im Hinterkopf zu denken, was macht der/die besser.

burgfruowe 14.04.2009 13:05

TaschenTeufelchen

Danke für die letzten zwei Beiträge. Manches, was vorher geschrieben wurde, hat mich nämlich schon entsetzt.
Ich bin auch Hobbyschneiderin, aber wie kann man denn herausfinden, ob man das später mal gewerblich machen will, ohne solche Plattformen zu benutzen?
Auch die, die hier gewerblich tätig sind, haben doch mal Klein angefangen.

Um auf das eigentliche Thema zurückzukommen:
Mir fällt es auch schwer, die richtigen Preise für meine Produkte festzulegen. Ich nähe zum Beispiel Dirndlschürzen. Ich war überrascht, als ich in der Stadt bei einigen Trachtenläden die gleichen Schürzen entdeckt habe (gleiche Stoffe!), die doppelt so viel kosten wie meine, aber in Massenproduktion gefertigt sind. Schade finde ich es dann nur, wenn Leute sagen, ich sei zu teuer, andererseits aber bei den gängigen Trachtenläden mehr Geld ausgeben. Aber deshalb muss man doch nicht gleich schimpfen, wie es hier leider viele tun. Denn viele Käufer, die selbst noch nie genäht haben, wissen einfach nicht, wie lange man manchmal an einem Teil arbeitet, bis es fertig ist. Wenn ich zum Metzger gehe, weiß ich ja auch nicht, wie lange der für den Schinken gebraucht hat, weil ich einfach nicht vom Fach bin. Also darf man den Leuten doch nicht böse sein, die durch unsere Konsumgesellschaft bedingt, nunmal Billigware gewohnt sind.
Wir sollten uns einfach freuen, dass es überhaupt Käufer gibt, die ein Herz für "prducts with love" haben und gern mehr zahlen, als für Massenware aus China!

TaschenTeufelchen 15.04.2009 14:06

Abeja

Die Herstellungszeit darf man gar nicht mit reinrechnen. Ein Handwerker verlangt für eine Stunde ab 40@......dann würden ja manche meiner Ketten viel zu teuer werden.
Ich bleibe meiner Linie treu.Materialwert muss rausspringen und ein kleiner Gewinn.
Und ich mache alles selber in Handarbeit.

Abeja 17.04.2009 11:41

wolltraum_wolle

super interessante beiträge mit viel gedanken und ansichten. mir selber gefällt es auf dawanda. richtig ist die kategorie meterware, welche ganz klar von allen hobbykünstlern oder freiberuflichen benötigt wird um das entsprechende material für die endprodukte zu beziehen. aber absolut deplaziert finde ich ebenfalls die massenproduktionen, die bei eb... eingekauft und hier mit sattem profit als handarbeit weiterverkauft werden. schade ist in diesem zusammenhang auch, das keiner von dawanda auf derartige meldungen reagiert, selbst wenn man die quellen dazu benennt - auch mit bild. wozu dann der button....industriell gefertigtes produkt....??? solce artikel haben hier einfach nichts zu suchen, aber dawanda verdient ja auch an diesen produkten.....soviel zu dem buisiness with love...könnte man auch als buisinnes made in china umbenennen.

wolltraum_wolle 18.04.2009 08:57

fabella666

Hallo Ihr Lieben,

das ist mal eine wirklich interessante Diskussion. Ich denke Dawanda hat mit der Berechnung eines ordentlichen Stundenlohns recht und auch jeder Hobby-Verkäufer sollte angemessene Preise verlangen.
Jeder Hobby-Bastler hat ja auch einen Beruf, zum Beispiel Kassiererin, Lehrer, Gärtner, Unternehmensberater was auch immer. Man sollte sich mal vorstellen es gäbe Menschen die ihre Freizeit mit Kassieren verbringen möchten und die Supermärkte würden ihre Kassierer entlassen, weil es ja Menschen gibt die den Job umsonst machen. Sagt jemand der seine Perlen abgibt, weil er auch als Hobbyist nicht mehr mit denen konkurieren möchte, die ihre Kreativität und ihre Geschicklichkeit verschleudern.
Zwar kann man sich nicht nur an der benötigten Zeit orientieren, ein Tierarzt bekommt für eine bestimmte Behandlung ja auch ein Fixum egal ob sich das Tier leicht behandeln läßt oder den Dr. eine Stunde mit gefletschten durch die Praxis jagt, aber der Preis sollte den Wert der verwandten Materialien, dem Arbeitsaufwand und der Handwerkskunst die benötigt wird wiederspiegel.

fabella666 20.04.2009 22:26

AD-Workshops

Auch ein Hallo,
Jeder Gesichtspunkt hat seine Berechtigung.
Beim Verkauf ist es doch aber ganz einfach: die Nachfrage bestimmt das Angebot. Wenn du selbst davon überzeugt bist, dass du diesen Preis für dein Produkt veranschlagen möchtest und Niemand es kauft, ist es zu teuer oder es existiert keine Nachfrage. Auf der anderen Seite hat Jeder das Recht, Dinge die er anfertigt auch zu verschenken.
Er sollte sich nur auch dessen bewußt sein ;).
Solange man sich bewußt ist, welche tatsächlichen Kosten man hat und ob man sein Produkt verschenkt oder verkauft, denke ich, ist Alles in Ordnung.
DaWanda gibt Jedem die Möglichkeit seinen Shop so zu gestalten wie man mag, mit größtmöglicher Freiheit in jede Richtung. Das finde ich echt prima und ich denke, dass ist ein Super-Konzept für handarbeitende Kreativler jeder Richtung...Obwohl ich zur Zeit auch lieber verkaufe als verschenke :D.
Business with love hat einfach nicht nur mit klingender Münze zu tun. Wenn man als Freiberufler nicht gegen die Hobby-Fraktion mithalten kann ist einer der Beiden (mindestens) auf der falschen Seite. Sein wir doch froh über eine Plattform, die Platz für Alle bietet.
Hier geht es doch nicht darum, wieviel die eigene Zeit tatsächlich Wert (in Euro und Cent) ist sondern wieviel man dafür berechnen möchte.
LG,
AD

AD-Workshops 27.04.2009 16:10

iris_handarbeit

hallo bin noch nicht so lange dabei!!!habe aber schon vorher privat verkauft ,ich mache das als hobby.die preise setze ich ganz einfach fest:ich nehme den material und einstellungspreis und verdopple ihn ,das ist dann mein gewinn,echte arbeitszeit kann man nicht rechnen,liebe grüße iris

iris_handarbeit 11.05.2009 08:37

Vogelnest

Hallole!
Also, ich gehe schon sehr lange auf Hobby-Künstler-Märkte bis jemand zu mir sagte: Kenne sie DaWanda? Nein ich kenne ihr Tante Wanda nicht... ok Spaß bei Seite. Ich war sofort begeistert, nachdem ich mir DaWanda angeschaut habe.
Die Preis habe ich bisher immer so berechnet: Was kostet der Meter des Stoffs, wieviel habe ich gebraucht, das selbe mit Vlies.... Dieses Betrag nehm ich dann Doppelt. Dann ist noch entscheidend: Wie aufwendig ist Das, was ich da gezaubert habe? Ist es einfaches Blockhaus? oder ein aufwendiger TwistedStar? Da kommt dann also noch der Schwierigkeitsgrad dazu. Dann wird auf- und abgerundet und abgeschätzt ist es das Wert, würde ICH soviel bezahlen wollen?
Und um ganz ehrlich zu sein - ich hab mir z.B. die Patchwork-Topflappen hier angeschaut und die Preise und dann für mich gedacht: Du bist zu billig und sie im Preis angeglichen.
Zeit kann man als Hobbykünstler einfach schlecht rechnen.
Wenn ich Privat angsprochen werde: Mach mal ne Babydecke oder ... da kann ich ja dann sagen: ok, ich brauch etwa so lange, Macherlohn ist... plus die Stoffe und Vlies.
Bei einigen wundere ich mich dann auch, wenn sie das Paar Topflappen für 5 € OHNE incl. Porto anbieten - auch wenn dasjenige sagt es seien Reste... Das ist dann nicht ganz Fair und macht die Preise kaput.
Soweit die Meinung aus dem Vogelnest
Eure Gertrud

Vogelnest 26.05.2009 14:36

blende13

Ich muss sagen daß diese ganze Rubrik mit "TIPs und Tricks von Wanda" nur einem Ziel dient: Einen Tip geben (wie es in der Headline schon steht!)

Schaut Euch doch mal ebay an:
Wenn man mehr verlangt als 1 Euro startgebühr dann hat man schonmal schlechte Chancen. Ob das rechtens oder sich verramschen ist bleibt danhin gestellt.
Auf DaWanda gibt es wenigstens noch Tips dazu:
Ein gutes Produktfoto verkauft sich besser,Setpreise anbieten usw.

Und die Frage der Kalkulation ist doch einfach nur eine unter betriebswirtschaftlichen Aspekten gesehene Anregung wie man seine Arbeit preislich verkaufen kann.

ABER NICHT MUSS!!!!!

Es steht nirgends daß Ihr Eure Preise so kalkulieren müsst, geschweige denn den Tip lesen. Das ist vollkommen freiwillig.
Und wenn ihr nix dran verdienen wollt dann verkauft es eben nur zum Materialwert.
Daß die anderen, die davon leben wollen sich wieder ans Bein gepisst fühlen und rumstenkern ist wie überall.

Natürlich hat Qualität ihren Preis. Aber wer verkauft denn hier am Meisten? Diejenigen, die sich es leisten können hochpreisigere Waren anzubieten. Diejenigen, die ihre Preise vielleicht kalkuliert haben um was daran zu verdienen. Diejenigen, die ein bisschen ein Händchen für Marketing haben, die eigene Logos auf gestickten Bändern in ihre Taschen einnähen.
Günstig sind diese Produkte im Vergleich zu den anderen nicht.
Was für den Kunden da zählt ist Orginalität, nicht der vielzitierte Mainstream dem alle zu entkommen versuchen. Und dafür ist er dann auch bereit zu bezahlen. Manch einer hat einfach auch ein Verständnis dafür, zwischen Kitsch und Krempel zu unterscheiden, was in der Fülle der angebotenen Artikel hier manchmal recht schwer ist (ich empfehle zur Unterstützung meiner These die Abteilung der Postkarten mal durchzustöbern. Nehmt Euch aber genug Zeit dazu, das könnte etwas länger dauern...)

Was ich dennoch gut verstehen kann:
Wenn man mit dem Verkaufen hier anfängt ist man so unsicher mit den Preisen und dem "wieviel kann ich denn dafür verlangen?" weil man einfach keine Ahnung davon hat bzw. die Produkte vorher nur verschenkt hat.Dann kommt die Frage: Wieviel würdest du im Laden für so etwas bezahlen? Und dann wird der Artikel einfach ein bisschen billiger verkauft, damit man den Leuten einen Anreiz gibt: Im Laden hätte ich das nicht billiger bekommen!

Ob das ok ist oder nicht- mir egal. Aber willkommen in der freien Marktwirtschaft!

blende13 19.06.2009 21:30

Miststueckchen

Hallo Ihr Lieben,

ich bin neu hier würde gerne etwas von dem, was ich mache, an Menschen die sich daran erfreuen, weiter geben.

Ich habe mit kleinen Sachen für Freunde und Familie im letzten Winter begonnen, weil ich kein dickes Portemmonnaie für Weihnachtsgeschenke hatte und siehe da: die Sachen sind mir aus den Händen gerissen worden!

Der kleine Stoffladen um die Ecke hat sich schon eine goldene Nase an meinen Einkäufen verdient, und auch wenn ich nur 30 cm Stoff und 10 cm Band benötige, so sind das für mich als Hobby-Handarbeiter die gleichen Kosten wie für einen "Freiberufler". Punkt. Teilweise kaufe ich die Stoffe hier bei dawanda ein, schöne, außergewöhnliche - die kommen dann aus Japan oder USA oder Portugal, sind horrend teuer und kosten unsummen an Porto! - ich freue mich trotzdem wie ein Kind, wenn ich die dann verarbeiten kann!
Macht es da einen Unterschied, ob meine Ideen "gewerblich" oder "privat" sind...??

Meine Schneiderin um die Ecke hat gesagt: "...kalkuliere den 3-fachen Materialwert und das ist dann dein Verkaufspreis. Deine Sachen sind WERTIG, wenn du unter Preis verkaufst, stempelst du dich und deine Ideen, deine Zeit und deine Mühe als "billig" ab!"

...auch wenn mir das beim einen oder anderen "schwer" fällt und ich unsicher bin - ich versuche, mich daran zu halten. (Sorry, Mädels, Männer können das viel besser: ihr Licht nicht unter'n Scheffel stellen!)

Und ich orientiere mich auch ein wenig an dem, was meinem Artikel ähnlich ist, weil ich keine Preise kaputt machen will - ich will das im Gegenzug ja für meine Sachen auch nicht. Trotzdem ist ein Schlüsselmäppchen für 5,- EUR quasi geschenkt, und weil ich weiß, wieviel Mühe auch im kleinsten Teil steckt, tut mir das weh und ich frage mich, warum so billig her gegeben wird.

Ich habe hier viele Kommentare gelesen, einigen kann ich nur zustimmen - aber, Mädels, es ist, wie es ist!

Statt sich gegenseitig das Messer in den Rücken zu hacken, weil der eine so und der andere anders kalkulieren will/kann/muss sollten wir uns auf das besinnen, weshalb wir eigentlich hier sind:

Kleine Dinge, die wir mit LIEBE geschaffen haben, an Menschen, die das zu schätzen wissen, weiter zu geben.

...zu wissen, es laufen irgendwo in der Gegend kleine "Miststückchen" herum, erfreut mich und macht mich stolz...

Und ich schließe mich dem Kommentar meiner Vorrednerin an:

Ob das ok ist oder nicht- mir egal. Aber willkommen in der freien Marktwirtschaft!

Ich wünsche Euch Glück & Ideen & Mut & Erfolg!

Miststueckchen 23.06.2009 16:18

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